Gaunerzinken sind kriminelle Realität

Eine Schlangenlinie, ein M oder ein T an der Hauswand mit Kreide hinterlassen. Diese Symbole werden zwar immer seltener, dennoch warnt die Polizei immer wieder vor den sogenannten „#Gaunerzinken“ mit denen sich Diebe verschlüsselte Nachrichten hinterlassen.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Service – Bereits im Mittelalter nutzten Diebe die Möglichkeit der „Gaunerzinken“ um sich gegenseitig Botschaften an Häusern zu hinterlassen. Mit der Zeit als Mythen abgetan, sind diese Zeichen zwar seltener geworden, doch auch heute gibt es immer wieder Indizien, dass diese Symbole für die Kommunikation genutzt werden. In Oberhausen tauchten im September Markierungskreuze auf, im Juli berichtete die Polizei in Wermelskirchen von einem gescheiterten Einbruch und hinterlassenen „Gaunerzinken“. Im April wurden in Lörrach bemalte Glückssteine gefunden, deren Zeichen möglicherweise „Gaunerzinken“ zuzuordnen waren.

Häufiger greifen Einbrecherbanden heute allerdings nach Erfahrung der Polizei auf moderne Kommunikationsmittel zurück. Fotos der möglichen Tatorte werden digital weitergeleitet. Dennoch, es gibt die „Gaunerzinken“ noch, wenn auch als Ausnahme.
Wer ein verdächtiges Zeichen entdeckt, sollte es zunächst fotografieren, danach sofort entfernen und die Polizei benachrichtigen. (ea)