Gelebte Praxis in Süchteln – Gäste aus Japan informieren sich zu Bewegungsangeboten für Kinder

Bewegungs-Kindergärten, Spielefeste und Kooperationen mit den Sportvereinen: Der KreisSportBund (KSB) Viersen unternimmt eine Menge, um bereits den Kleinsten die Freude an der Bewegung zu vermitteln. Dies spricht sich nun sogar bis Japan herum. Auf Einladung des LandesSportBundes besuchten zehn Vertreter japanischer Sportvereine das Viersener Kreishaus, um sich über die unterschiedlichen Programme zu informieren.

Viersen – „Kinder, die nicht springen, balancieren oder rennen können, unausgeglichen sind, früher ermüden oder überhaupt keine Lust auf Bewegung haben, gibt es in allen Ländern und Kulturen. Da ist es sinnvoll, sich auszutauschen und voneinander zu lernen, wie wir die Kinder für Sport und Bewegung begeistern können“, sagt Katarina Esser, Gesundheitsdezernentin des Kreises Viersen. Sie begrüßte die japanische Delegation gemeinsam mit KSB-Vorstand Angelika Feller.

Die Gäste aus Asien sind Vereinsmanager, die Führungsaufgaben in ihren Vereinen übernehmen. Für den KSB Viersen ist es der erste Kontakt nach Fernost. Der Landessportbund hatte den Kontakt vermittelt, weil die Maßnahmen zur Bewegungsförderung von Kindern im Kreis Viersen beispielgebend sind.
„Ich freue mich, dass die japanischen Gäste so ein großes Interesse an unseren Angeboten zeigen“, sagt KSB-Geschäftsführerin Klaudia Schleuter. „Sport verbindet Kulturen und durch den fachlichen Austausch bekommen wir auch spannende Impulse für unsere eigene Arbeit.“

Nach dem Gedankenaustausch schauten sich die japanischen Gäste die gelebte Praxis an: Im städtischen Kindergarten „Heidweg“ in Süchteln sind Bewegungsangebote spielerisch in den Tagesablauf eingebaut. Die Mädchen und Junghen werden durch Bewegung, Spiel und Sport gezielt unterstützt. Diese Angebote stehen allen Kindern in der Kita offen. „Vor allem Kinder mit geringer Ausdauer, vermindertem Bewegungsdrang, Haltungsschwächen und anderen Auffälligkeiten in ihrer Bewegung erhalten ein angemessenes Förderangebot und Unterstützung. Für sie reicht eine Turnstunde nicht aus“, so Schleuter.

Die japanische Delegation tauscht sich mit Kreis-Gesundheitsdezernentin Katarina Esser (l.), KreisSportBund-Vorsitzende Angelika Feller (r.) und KSB-Geschäftsführerin Klaudia Schleuter (3.v.r.) aus. Foto: KreisSportBund