Gemeinsam füreinander einstehen

CSD Mönchengladbach vom 12. bis zum 21. Juli 2019 = 5. CSD-Woche, die mit dem traditionellem „Fahnen hissen“ auf dem Rheydter Marktplatz mit anschließendem Empfang im Ratskeller begann. Der Gastronom Harald Gerstung vom Ratskeller hatte wieder Sekt und Schnittchen zur Verfügung gestellt, wovon die geladenen Gäste auch reichlich Gebrauch machten.

 

Mönchengladbach – Ebenfalls ist es eine schöne Tradition, die CSD-Woche mit einem ökumenischen Gottesdienst zu beginnen. Pfarrer Olaf Nöller zelebrierte eine liebevoll vorbereitete Messe. Er ging u.a. darauf ein, daß hier an alle Menschen, gleich ob sie Schwul, Lesbisch, Bi oder Hetero sind. Besonders hob er hervor, daß es ohne Heteros „uns nicht geben würde“.

Dieser Gottesdienst war aber auch etwas ganz Besonderes. Zwei schwule Männer, die schon sehr lange zusammenleben, gaben sich das JA-Wort. Jochen Krahn (CSD-MG Finanzmanager) und Uwe Roellen hatten sich diesen Termin gewünscht. Der Trauspruch der Beiden: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“

Das Gesangsensemble PraySis gab dieser Eheschließung den besonderen Glanz. Von der Orgelempore sangen sie wunderschöne Lieder. Die Hochzeitler hatten sich diese Mädels gewünscht. Nach dem Gottesdienst feierten geladene Gäste im Ratskeller.

Info: Christopher Street Day (CSD) = weltweite Demonstrationen unter der Regenbogenfahne. Schwule und Lesben machen auf ihr Anliegen aufmerksam. So nun zum 5. Mal in Mönchengladbach. In vielen Städten wird zum CSD am Rathaus diese Fahne gehisst, als Ausdruck der Toleranz und Solidarität. Leider nicht in Mönchengladbach.

Jubiläum: Mitveranstalter „LesLie“ (Verein „Lesbische Liebe“) feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum in der CSD-Woche. Dieser Verein setzt sich gegen Diskriminierung und Bedrohung von Lesben und Schwulen ein.      (Text und Fotos: Josef Katz)

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