Gendergerechte Sprache: Wenn statt „Muttermilch“ von „Menschenmilch“ gesprochen wird

Mit einem Vorstoß innerhalb der gendergerechten Sprache sorgen die Universitätskliniken in Sussex und Brighton für weltweite Diskussionen. Die Kliniken wollen das Ausgrenzen von Transpersonen beenden und in Zukunft zusätzlich von „Menschenmilch“ oder „Milch des stillenden Elternteils“ statt „Muttermilch“ sprechen.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Welt/England – Wie die britische Nachrichtenseite „Metro“ berichtet, wollen zwei englische Geburtsstationen an den Universitätskliniken in Sussex und Brighton den Umgang mit Patienten und Angehörigen gendergerecht gestalten. Damit möchten die Kliniken „die historische Ausgrenzung von trans- und nicht-binären Menschen auf den Geburtsstationen wiedergutmachen“.

Dazu soll die Bezeichnung „Muttermilch“ aus dem täglichen Umgang gestrichen werden und zusätzlich von „Menschenmilch“ oder „Milch des stillenden Elternteils“ gesprochen werden.
Weiterhin werde aus „breastfeeding“ (weibliche Brust) in Zukunft „chestfeeding“ (Brust). Wie Carolyn Morrice, Chefkrankenschwester der beiden Kliniken in Sussex und Brighton, berichtet, hatten seit einiger Zeit Patienten um die Änderungen gebeten. Mit den neuen Formulierungen könnte das Klinikpersonal sinnvoll und angemessen Cis-Frauen betreuen. (nb)

Foto: Free-Photos/Pixabay

2 Kommentare

  1. Was für ein Schwachsinn!!
    „Menschenmilch“, „Milch des stillenden Elternteils“.
    Als Stillen oder Brusternährung wird die Ernährung des Säuglings und Kleinkinds an der Brust einer Mutter oder einer Amme oder einer anderen stillfähigen Frau bezeichnet. Allgemeiner wird die bei Säugetieren natürliche Versorgung des Nachwuchses mit Milch aus den Milchdrüsen auch Säugen genannt.
    Wir sprechen hier von einem naturgegebenen Umstand, nicht von Nahrungszureichung ( „füttern“ ).

    Es war, ist und bleibt die Mutter, welche den Säugling stillt. Nicht IRGENDEIN Mensch. Warum also den Begriff Muttermilch umformulieren?
    Ich kenne und habe noch keinen stillenden Vater gesehen.

    1. Danke, das Sie zeigen wie sehr Sie das Thema nicht verstanden haben.

      Zum Thema: Persönlich würde ich mir wünschen das „Menschenmilch“ oder einfach „Milch“ sich durchsetzt. „Milch des stillenden Elternteils“ finde ich einfach zu umständlich zum lesen oder aussprechen.

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