Grefrath: Fast 2000 Gäste besuchen Neue Welten

Regenschirm und Windjacke gehörten in diesem Jahr zur Grundausstattung für die Besucher der Nacht der Sinne im Niederrheinischen Freilichtmuseum des Kreises Viersen. Doch viele Besucher ließen sich auch vom Regen ihre gute Stimmung nicht verderben.

Grefrath – Bis Mitternacht tanzten und klatschten sie beim großen Abschlusskonzert zu den Disco-Hits der Allstar-Band der Kreismusikschule. Mehrere hundert Gäste blieben bis zum letzten Takt. Insgesamt hatten wieder fast 2.000 Besucher den Weg zur dritten Auflage der Nacht der Sinne nach Grefrath gefunden.

Unter dem Titel „Neue Welten“ bespielten dieses Mal die Teams vom Niederrheinischen Freilichtmuseum und der Kreismusikschule das Gelände. Die Besucher erlebten Schauspiel, Musik, Film und Kabarett vom 15. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. „Die Menschen machten sich schon immer und machen sich immer noch auf den Weg, um neue Welten zu entdecken“, sagte Landrat Dr. Andreas Coenen in seiner Begrüßung. „Dabei sind es ganz unterschiedliche Beweggründe, die sie antreiben: mal ist es Abenteuerlust, mal Sehnsucht, mal Neugier. Es sind aber auch schwere Schicksale wie Verfolgung, Armut und Ausweglosigkeit, die die Menschen dazu bringen, die ihnen bekannte Welt zu verlassen.“ Viele dieser Geschichten erzählten die Künstler an diesem Abend.
Die Bandbreite reichte musikalisch von Neuer Musik über Tango- und Harfenklänge bis hin zu Jazz. Das Niederrhein Theater zeigte Schicksale rund ums Thema Auswanderung. Das Kölner Figurentheater brachte eine Schiffsreise nach Amerika auf die Bühne. In der Museumsschmiede lief der Film „Im Auto durch zwei Welten“ – die Dokumentation über die Reise der Rennfahrerin Clärenore Stinnes mit ihrem Auto um die Welt. Und über die von J.R.R. Tolkien geschaffenen Figuren aus Mittelerde ging es in einem Vortrag an der Schmiede. Orks, Hobbits und Elben zogen passend dazu über das Museumsgelände.

„Ein großes Dankeschön an alle, die zu diesem gelungenen Abend beigetragen haben! Die Besucher lobten unser abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm“, sagte Kreisdirektor und Kulturdezernent Ingo Schabrich. Er hatte die dritte Nacht der Sinne mit Museumsleiterin Anke Petrat und Musikschulleiter Ralf Holtschneider konzipiert.
Im kommenden Jahr wird es wieder eine Nacht der Sinne des Kreises Viersen geben, dann erstmalig nach den Sommerferien im August 2020. Und hoffentlich wieder bei besserem Wetter.

Über die von J.R.R. Tolkien geschaffenen Figuren aus Mittelerde ging es bei der Nacht der Sinne in einem Vortrag an der Schmiede. Orks, Hobbits und Elben zogen passend dazu über das Museumsgelände. Foto: Norbert Prümen