Grefrath: Nagelfalle unter Spielgerüst in Kindertagesstätte entdeckt

Unter einem Spielgerät an der Kindertagesstätte auf der Vinkrather Straße wurde eine Nagelfalle entdeckt, die für Kinder eine Gefahr darstellte. Etwa fünf Meter vom Zaun des Geländes auf der Straße Am Gröningskreuz befand sich die Konstruktion bestehend aus sieben etwa 8 cm langen Nägeln. Die Kripo bittet hierzu um Hinweise.

Grefrath – Was soll das? Die Kripo tappt bisher im Dunkeln, was sich die Täter wohl dabei gedacht haben mögen. Die Tat war zudem gut vorbereitet, so dass ein spontaner Anfall fehlgeleiteter Langeweile eher nicht wahrscheinlich ist. Im Laufe des Donnerstags wurde bei der Polizei ein Fall angezeigt, der für die Kinder einer Kindertagesstätte auf der Vinkrather Straße durchaus sehr schmerzhaft hätte enden können. Bereits am Mittwochmorgen hatte eine Mitarbeiterin der Kita unter einem Spielgerüst platziert eine Nagelfalle aufgefunden. Glücklicherweise war die Erzieherin von ihren spielenden Schützlingen auf die Gefahr aufmerksam gemacht worden, bevor etwas passiert war.

Foto: Polizei Kreis Viersen

Etwa fünf Meter vom Zaun des Geländes auf der Straße Am Gröningskreuz befand sich die auf dem Foto abgebildete Konstruktion bestehend aus sieben etwa 8 cm langen Nägeln. Diese Nägel waren mit Hilfe eines Blätterstapels als Standfuß so drappiert, dass sie nach oben ragten und so zu Verletzungen hätten führen können. Möglicherweise stammte der Blätterstandfuß von der Hecke, die das Außengelände der KiTa umgibt. Die Kripo fragt: Wer hat zwischen Dienstag 16:30 Uhr und Mittwoch 07:15 Uhr rund um die Kindertagesstätte Beobachtungen gemacht, die mit dem Fund in Zusammenhang stehen könnten? Wer kann sonstige Hinweise auf die Tatverdächtigen oder deren Motivation geben? Die Polizei bittet um besondere Wachsamkeit auf Spielplätzen und Meldung verdächtiger Funde oder Beobachtungen unter der Rufnummer 02162/377-0./ah (789)


Update 05.07.2019|17.15 Uhr 

Polizei gibt Entwarnung im Fall der „Nagelfalle“ auf dem KiTa-Gelände: Es bestand keine Gefahr für die spielenden Kinder!

Die Ermittler des Kriminalkommissariats Ost geben erleichtert soeben Entwarnung: Die in dem Fall der vermuteten Nagelfalle befürchtete Gefährdung der Kinder hat es nicht gegeben. Wie die bis zur Stunde andauernden Vernehmungen der Zeugen ergeben haben, war die „Bastelei“ nicht – wie zunächst angezeigt – mit nach oben ragenden Nägeln drappiert. Vielmehr hat sich herausgestellt, dass die Nägel im Boden versenkt waren und das Blätterwerk nicht als Standfuß, sondern als „Tarnung“ diente. Unter diesen Umständen gab es keine Gefahr für die Kinder beim Herunterspringen. Entgegen der ersten Befürchtung hatte also offensichtlich niemand beabsichtigt, spielende Kinder zu verletzen. /ah