Griechenland/Methoni: Den Blick über die Hafenstadt am Ende des Peloponnes schweifen lassen

Die kleine griechische Hafenstadt in Messenien am südwestlichen Ende des Peloponnes zieht nicht nur viele Radfahrer an, überhaupt legen Tagesausflügler gerne einen Stopp in Methoni ein. Die dortige Burg hat eine lange Geschichte und auch die Insel Bourtzi ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Griechenland/Messenien/Reisen – Bereits in Homers Ilias ist die Hafenstadt Methoni erwähnt, hier allerdings unter dem Namen Pedasos. In der Antike aufgrund des natürlich Hafens ein wichtiger Handelsplatz, hat die Hafenstadt eine bewegte Geschichte. Gemeinsam mit Pylos war sie die letzte Stadt, die im Zweiten Messenischen Krieg gegen Sparta verteidigt wurde. Bis 370 vor Christus allerdings blieb ihr die Herrschaft der Spartaner nicht erspart.

Unter römischer Herrschaft beherbergte sie Markus Antonius, ebenfalls die byzantinischen, venezianischen und osmanische Zeiten haben hier Spuren hinterlassen.1825, im griechischen Unabhängigkeitskrieg, wurde die Stadt verwüstet, 1827 durch die französischen Truppen befreit und an Griechenland übergeben. Eine weitere Bombardierung fand im Zweiten Weltkrieg durch die Alliierten gegen die deutsche Wehrmacht statt, die die Festung als Stützpunkt nutzte.

Foto: Rheinischer Spiegel

Um 1209 nach Christus errichteten die Venezianer die Burg von Methoni. Sie bauten die Landseite bei ihrer erneuten Eroberung 1686 bis 1715 mit modernen Bastionen aus. Die Burg von Methoni zählt zu den größten Burgen im Mittelmeer. Als die Bevölkerung 1828 aus der Burg Festung heraus in die umliegende Umgebung zog und die heutige Stadt aufbaute, verfiel sie mit der Zeit. Heute ist sie ein touristischer Anziehungspunkt und erinnert imposant an vergangene Zeiten.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die am Südende des Kaps gelegene Insel Bourtzi mit ihrem Turm. Die markante Kuppel ist von Weitem zu sehen. Der Turm war nicht nur Landmarke an der Hafeneinfahrt, sondern diente auch als Schutz vor den Eroberern und Piraten. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel