Grundschule Rahser: Schulausschuss lehnt Einrichtung zusätzlicher Klassenzüge mehrheitlich ab

Der Schulausschuss des Rates hat beschlossen, die Anzahl der Klassen pro Jahrgang an den Viersener Grundschulen nicht zu ändern. Die Gemeinschaftsgrundschule Rahser hatte beantragt, am Standort Krefelder Straße einen zweiten Klassenzug einrichten zu dürfen. Hintergrund ist, dass über mehrere Jahre mehr Anmeldungen eingingen als Plätze vorhanden sind.

Viersen-Rahser – Die Stadtverwaltung hatte in der Sitzungsvorlage einen Überblick über die Abweichungen zwischen Anmeldezahlen und Platzangebot an den Grundschulen in Viersen zusammengestellt. Der Überblick reichte bis 2018 zurück und enthielt eine Prognose bis 2025. Besonders große Überhänge gibt es danach an der Remigiusschule und am Standort Krefelder Straße der Grundschule Rahser.

Die Kinder, die an der Remigiusschule abgelehnt werden, können von der benachbarten Körnerschule aufgenommen werden. Für die Grundschule Rahser, Standort Krefelder Straße, hatte die Verwaltung dem Ausschuss vier Vorschläge vorgelegt.

Der weitestgehende Vorschlag war die dauerhafte Erweiterung des Standortes auf zwei Klassenzüge. Dazu wäre ein Erweiterungsbau erforderlich, dessen Kosten auf 3,6 Millionen Euro geschätzt werden. Bei einer auf 10 bis 12 Jahre begrenzten Ausweitung der Klassenzahlen könnte eine Lösung mit mobilen Bauten in Frage kommen. Diese würden voraussichtlich 1,6 Millionen Euro kosten. Bei einer Ausweitung nur für die Schülerinnen und Schüler, die 2021/22 eingeschult werden, müssten mobile Räume für 190.000 Euro eingerichtet werden.

Der vierte Vorschlag sah vor, die Zügigkeit unverändert zu lassen. Die Schülerinnen und Schüler, die keinen Platz an der Krefelder Straße finden, können andere Grundschulen in Viersen besuchen. Der Standort Regentenstraße der Grundschule Rahser und die Albert-Schweitzer-Grundschule haben entsprechende Kapazitäten. Zu beiden Schulen müssten die Kinder einen Schulweg von weniger als 2 Kilometern zurücklegen.

Der Ausschuss sprach sich nach einer intensiven Diskussion dafür aus, keine zusätzlichen Klassen einzurichten. Vielmehr sollen die vorhandenen Plätze an den Grundschulen im Ortsteil Viersen gleichmäßiger genutzt werden. Darüber hinaus erhielt die Verwaltung den Auftrag, eine „Konzeptstudie“ zu erstellen. Die Studie soll untersuchen, unter welchen Bedingungen der Standort Krefelder Straße der Grundschule Rahser durch einen größeren Neubau ersetzt werden kann. Dabei sollen die voraussichtlichen Kosten ebenso betrachtet werden, wie die Frage, ob dann der Standort Regentenstraße aufgegeben werden könnte. (opm)

 

Ein Kommentar

  1. Und Mal wieder geht es zu Lasten der Kinder. Wir wohnen im Neubaugebiet an der Flämischen Allee. Wir können auf den Kindergarten gucken und auf die Grundschule. Mein Sohn hat schon keinen Kita-Platz direkt vor der Tür bekommen und jetzt muss ich auch noch Angst haben das er hier nicht direkt auf die Schule gehen kann. Schön daß die Stadt aber damit geworben hat als sie die Grundstücke verkauft haben.

Kommentare sind geschlossen.