„Habt ihr Lust auf Party?“ – In Viersen gab es Stimmung unter freiem Himmel

Mit der Corona-Pandemie werden Gaststätten und Künstler auf eine harte Probe gestellt. Was liegt da näher als die aktuellen Möglichkeiten zu vereinen. Gleich vier Mal wurde Viersen deshalb am Samstag zur Freilichtbühne. Die Besucher zollten ihre Begeisterung mit viel Applaus und Hutspenden.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Kurz vor 16:00 Uhr am Cafe JC Barista  Stimmprobe: Check, Technik: Check. Neugierig blieben die ersten Gäste im Schatten des Remigiusbrunnens stehen. Manager Udo van der Liek gab die letzten Anweisungen. Veranstaltungen sind selten geworden, Hutkonzerte eine Erinnerung, die Corona-Krise hat für einen Stillstand gesorgt. Das soll sich nun wieder ändern, weshalb van der Liek gemeinsam mit vier Wirten Open-Air-Auftritte möglich gemacht hatte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Mit Seelenwerk feat. Marc Marée sowie Anke Fürst hatte er zudem Künstler ausgewählt, die sich durch einen abwechslungsreichen Auftritt auszeichneten und mit feurigen Überraschungen am Samstag an verschiedenen Plätzen in Alt-Viersen für Stimmung sorgten. An den Rand der Fußgängerzone wechselte die Gruppe nach ihrem ersten Auftritt zum Eiscafe Da Beti und anschließend zum Bistro ProSeven, bevor mit der untergehenden Sonne erneut Musik und Gesang rund um das Casablanca am Gereonsplatz erklangen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Das Duo Seelenwerk ist vor zwei Jahren entstanden, als für Sänger Marc Marée die Zeit der Neuerfindung gekommen war. Den neuen Titel „Zu Dir“ sollte eine weibliche Stimme ergänzen, welche mit Sängerin Jenny Tamara schnell gefunden war. Künstlerisch harmonisierten die beiden von der ersten Sekunde an, wodurch der Grundstein für die aktuellen Auftritte gelegt wurde.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Musik im Blut hat ebenfalls Anke Fürst, die bereits in der Schule durch ihre Popballaden Aufmerksamkeit auf sich zog. „Durch das tragische Schicksal einer damaligen, schwerkranken Arbeitskollegin, die ihre eigene Beerdigung plante und sich zwei Tonaufnahmen von Anke zum dortigen Abspielen wünschte, begab sich Anke Fürst in ein Hobbytonstudio, um ihren sehnlichen Wunsch zu erfüllen. Diese Aufnahmen konnte die Kollegin noch selbst anhören und war so begeistert, dass sie Anke Fürst riet, diese an Plattenfirmen zu versenden“, so ein Auszug aus ihrer Biografie.

Vor mittlerweile acht Jahren traf die charismatische Sängerin ihren ersten Produzenten, mit dessen Unterstützung sie sich unter anderen 2017 mit ihrer Single „Überschall“ in den Ballermann- und Mallorca-Charts behaupten konnte. Seit Juli 2019 ist Anke Fürst bei dem Label Music Television unter Vertrag, so wurde auch ihre aktuelle Single „Wenn Du willst“ erfolgreich über das Label veröffentlicht. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

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