Hammer Mühle – Neues Leben in historischen Mauern

Zwischen Bachstraße und Helmholtzstraße ist in den vergangenen anderthalb Jahren, umrahmt von den geschichtsträchtigen Mauern der Hammer Mühle, ein besonderer Veranstaltungsort entstanden.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – Lange verfielen die Mauern der historischen Hammer Mühle an der Bachstraße, die Erinnerung an den geschichtsträchtigen Ort verschwamm. Im Juli 2018 kaufte die seit rund vierzig Jahren in Viersen ansässige Firma MOStron Elektronik GmbH das Grundstück, ursprünglich um die Firma zu erweitern. Eine Idee, die Gründer und Geschäftsführer Arno Kepp gemeinsam mit seiner Frau Renate, Tochter und Schwiegersohn schnell verwarf und in den vergangenen Monaten liebevoll die Hammer Mühle sowie die Halle mit dem außergewöhnlichen Tonnengewölbe restaurierte. Hierbei musste das angrenzende Wohnhaus abgerissen werden.

Lange verfielen die Mauern der historischen Hammer Mühle an der Bachstraße, die Erinnerung an den geschichtsträchtigen Ort verschwamm. Im Juli 2018 kaufte die seit rund vierzig Jahren in Viersen ansässige Firma MOStron Elektronik GmbH das Grundstück, ursprünglich um die Firma zu erweitern. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Tausende Stunden persönlicher Arbeit, eigene Ideen und eine sechsstellige Summe flossen in das Projekt, welches nun als Premium-Eventlocation fertiggestellt wurde. Um die Vermietung und die Vermarktung kümmern sich zukünftig Katrin und Sascha Camps, so bleibt auch dieser neue Firmenzweig innerhalb der Familie erhalten.
„Mit viel Liebe zum Detail, Respekt vor den geschichtsträchtigen Gebäudeteilen und vielen Stunden Arbeit haben wir eine einzigartige Location in Viersen erschaffen“, berichten die stolzen Restauratoren und können zu Recht sagen, dass sie einen neuen Hotspot geschaffen haben.

Tausende Stunden persönlicher Arbeit, eigene Ideen und eine sechsstellige Summe flossen in das Projekt, welches nun als Premium-Eventlocation fertiggestellt wurde. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Einiges ist erhalten geblieben, so bildet der als verschollen geglaubte Mühlstein, der die Jahrzehnte gut versteckt in der Erde überdauert hatte, einen passenden Blickpunkt und ebenfalls die Backsteinfassade rundet den authentischen Touch ab. Verwendet wurden hierzu mehr als 20.000 alte Backsteine, die durch den Abriss gewonnen wurden oder hinzugekauft wurden. Die alten Gitterfenster wurden mit vierfach isolierten Fenstern verbunden um den Schallschutz zu gewährleisten, für den zudem eine 130 Tonnen schwere Betondecke eingezogen wurde. Historische Einflüsse verbinden sich mit modernem Ambiente, so lockt in den alten Mauern die schwarz geflieste Bar über der ursprünglichen Lkw-Grube oder der rund 22 Meter lange überirdische Gewölbekeller, der mit aktueller Technik und einer Belüftungsanlage ausgestattet wurde.

Hinter dem Grün mit den farbenprächtigen Blüten öffnet sich mit der ehemaligen Hofeinfahrt noch ein Ort der Ruhe, der bald zum Leben erwachen wird und so lädt das Team der Hammer Mühle am 29. August von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein (hammermuehle-viersen.de). Dann können die Gäste sich selbst davon überzeugen, wie detailreich die alte Mühle gestaltet wurde, die erstmals im Jahr 1246 in den historischen Dokumenten erwähnt wurde. (ea)

Historische Einflüsse verbinden sich mit modernem Ambiente, so lockt in den alten Mauern die schwarz geflieste Bar über der ursprünglichen Lkw-Grube oder der rund 22 Meter lange überirdische Gewölbekeller, der mit aktueller Technik und einer Belüftungsanlage ausgestattet wurde. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming