Happy End für Gecko „Randall“ aus dem Sperrmüll

Vor gut zwei Wochen wurde ein Gecko in Mönchengladbach-Rheindahlen über den Sperrmüll entsorgt. Mühevoll konnte das Findelkind in den vergangenen Wochen trotz seines sehr schlechten gesundheitlichen Zustands aufgepäppelt werden. Jetzt hat die Echse ein neues Zuhause.

Foto: GEM

Mönchengladbach – Dehydriert, abgemagert, die Augen verklebt und fast erfroren – als GEM-Mitarbeiter Tobias Göckler den Leopardgecko am Mittwoch, 27. November, samt Terrarium in einem Sperrmüllhaufen an der Helenastraße in Mönchengladbach-Rheindahlen findet, steht es nicht gut um das Tier. „Ich hatte Zweifel, dass er es schafft“, sagt Tobias Göckler. Der Müllwerker zögerte nicht lange rettete das hilflose Tier aus seiner misslichen Lage.

Zwei Wochen lang wurde der Leopardgecko bei Mönchengladbacher Reptilien-Experten liebevoll aufgepäppelt. Und das mit großem Erfolg: Die Häutungsprobleme von Randall, wie Tobias Göckler den Gecko in Anspielung auf einen Film-Gecko nennt, sind behoben; jetzt kann er auf einem Auge auch wieder sehen. Randall hat seine natürliche Hautfarbe zurück, ist munter und hat deutlich zugenommen.

Noch ist er zwar ein paar Gramm von seinem Idealgewicht entfernt. Aber Tobias Göckler, der zuvor schon Geckos gehalten hat, will Randall mit üppigen Wachsmottenlarven und einem liebevollen Zuhause weiter fit machen. „Ich freue mich, dass ich ihn jetzt mit nach Hause nehmen kann“, sagt der GEM-Mitarbeiter. Dort wartet ein großes Terrarium auf das Reptil, das nicht nur wie sein natürlicher Lebensraum aussieht, sondern auch die passende Wohlfühltemperatur von 30 Grad misst.

Währenddessen laufen die Ermittlungen, wer das Tier einfach an die Straße gestellt hat. Die GEM hatte den Fall der Polizei gemeldet und inzwischen auch eine Zeugin vermittelt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter des Entsorgers Tiere zwischen Abfällen finden. Im Januar 2018 fanden Mitarbeiter der GEM zwei Kaninchen an einem Papiercontainer. Ebenfalls an einem Papiercontainer entdeckten Mitarbeiter im Juli 2017 zehn Pythons. Auch diese Tiere hatte die GEM damals weitervermitteln können.   (Text: GEM)