Heimatverein präsentiert 11. Ausstellung im Viersener Salon

Mit der neuen Ausstellung „Der Niederrhein – Schauplatz europäischer Geschichte“ präsentiert der Verein für Heimatpflege Viersen Persönlichkeiten, die mit ihren Ideen und ihrem Handel ihre Zeit geprägt haben.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Sechs Persönlichkeiten aus der Region stehen im Mittelpunkt der neuen Ausstellung im Viersener Salon „Der Niederrhein – Schauplatz europäischer Geschichte (Teil 2)“, die in den vergangenen Tagen eröffnet wurde. Der Verein für Heimatpflege Viersen zeigt mit dieser Ausstellung Menschen, deren Einflüsse und Taten meist nicht im allgemeinen Mainstream gesehen werden.
Zusammengestellt hat die Ausstellung der neue Kurator Alexander Grönert, der für diese Präsentation Inspiration in den Büchern des Historikers Leo Peters fand und hauptberuflich als Sammlungsleiter im Museum Schloss Moyland tätig ist. Zur Eröffnung gab der Vereinsvorsitzende Albert Pauly einen Einblick in die Kosten, die ohne Hilfe von Sponsoren nicht zu stemmen sind. Zwischen 5.000 und 10.000 Euro werden für eine solche Ausstellung benötigt, die dann mehrere tausend Besucher anzieht und begeistert.

Foto: Rheinischer Spiegel

Leihgaben erhielt der Heimatverein unter anderem von dem Bürgerverein Anrath, dem Kreisarchiv Viersen, dem Städtischen Kramer-Museum oder dem Museum Burg Linn, zu den Sponsoren zählen Fruhen Messebau, Foto Evers, die Kohlschein GmbH ebenso wie die Sparkasse Krefeld oder der Rotary-Club Viersen-Schwalm-Nette. Sie machten die Vielfalt der Präsentation möglich, darunter UV-Schutz-Folien für die Vitrinen, die nötig waren für die empfindlichen Dokumente und Urkunden.
Bereits vor fast sechs Jahren gab es eine erste Ausstellung der gleichen Thematik. Als vor zwei Jahren der zweite Band des Buches von Leo Peters erschien, welches die Grundlage für die Ausstellungen darstellte, wurde es Zeit für eine Neuauflage.
Der Platz bot die Möglichkeit der Darstellung von sechs Persönlichkeiten, darunter Thomas von Kempen, Martin von Oedt, Damian Hugo von Virmond und Peter Franz Xaver Norrenberg, Kaplan und Pfarrer in Viersen und Süchteln.

Foto: Rheinischer Spiegel

Neben Urkunden und Dokumenten werden Gemälde, Skulpturen und Bücher ausgestellt – mehr als 100 Exponate, zu denen eine Vitrine mit 44 Gedenkmedaillen des Kreises Viersen gehört. Ebenfalls multimedial wurden Teile der Ausstellung gestaltet mit zwei Touchscreens und einem Bildschirm. Übrigens sind die nächsten Ausstellungen bereits geplant. Nachdem die ersten zehn rund 17.000 Besucher anzogen, werden sicherlich auch diese Gäste weit über die Grenzen von Viersen hinaus anlocken.

Geöffnet ist die Ausstellung im Viersener Salon an der Gerberstraße 20 bis zum 28. Juni, donnerstags bis samstags von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie sonntags und feiertags von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. (cs)