Heimatverein: Stadtgeschichte-Ausstellung war ein Publikumsmagnet

„Mit 2300 Besuchern war die Ausstellung ,Stadtgeschichte in Bildern. Historische Fotos, Postkarten, Stadtpläne – Viersen im 19. und 20. Jahrhundert‘ die bisher zweitbestbesuchte Ausstellung; nur bei der Kaiser’s-Ausstellung waren es mehr“, zog der Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege, Dr. Albert Pauly, bei der Finissage am Sonntag eine erfreuliche Bilanz. Allein am letzten Tag waren es 100.

Viersen – Alle Besucher hätten sich mehr als eine Stunde Zeit genommen, die Exponate anzuschauen. „Die Fotos waren so scharf, dass sich einige Besucher selbst erkannten und viele uns anschließend neue Dokumente und Fotos aus ihrem privaten Besitz zur Verfügung gestellt haben.“ Dank sagte Pauly den Mitgliedern des Arbeitskreises „Stadtfotos“ um Frank Brüggen, „ohne die diese Ausstellung gar nicht möglich gewesen wäre“.

Brüggen gab einen kleinen Eindruck davon, was die Freunde des Heimatvereins in naher Zukunft erwarten dürfen: Rund 20 bisher nicht veröffentlichte Fotos sind nur ein Bruchteil der Aufnahmen, die im nächsten Rintgen-Buch veröffentlicht werden. Beatrix Wolters präsentierte neue, verblüffende Erkenntnisse über die Geschichte des jüdischen Kaufhauses Katzenstein. Und sie sei noch lange nicht am Ende mit ihrer Recherche, kündigte sie an. Norbert Peters sorgte mit dem „Kirmesklavier“ für die musikalische Begleitung – und animierte sogar die Besucher der Finissage zum Mitsingen.

Auf dieser Postkarte von 1912 biegt die Straßenbahn zum früheren Bahnhof am Ende der Casinostraße ab.
Foto: Postkartensammlung Dr. Pauly