Herbrand Gruppe und SC Viktoria 07 Anrath schließen Kooperation

Das Ziel ist klar: Junge Leute sollen wieder mehr für die duale Berufsausbildung begeistert werden. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein setzt dabei auf Kooperationen zwischen Sportvereinen und Unternehmen, die von der IHK begleitet werden: Jugendliche und junge Erwachsene sollen gezielt angesprochen und für eine betriebliche Ausbildung gewonnen werden.

Krefeld/Willich-Anrath – Dazu hat die IHK in Zusammenarbeit mit den Stadt- und Kreissportbünden das Projekt „Wirtschaft.Sport.Ausbildung“ ins Leben gerufen. Mit der Herbrand Gruppe und dem SC Viktoria 07 Anrath hat Dimitri van der Wal, der das Projekt für die IHK Ausbildungs-GmbH betreut, nun eine erste Kooperation auf den Weg gebracht. Als Auftakt der gemeinsamen Kooperation wurde die Saisoneröffnung der Jugendabteilung des Fußballvereins auf der Donkkampfbahn am 31. August 2019 genutzt.

Der Fußballverein und das Familienunternehmen Herbrand als Partner der Daimler AG haben über einen ehemaligen Auszubildenden zusammengefunden, der jetzt als Nachwuchsverkäufer für Transporter am Standort Krefeld tätig ist und sich zudem stark als Trainer im Verein engagiert. Eine gute Ausgangslage für eine Kooperation. „Das Projekt bietet uns nochmal eine ganz neue Herangehensweise, auf junge Menschen zuzugehen. Durch die regionale Verankerung sowohl der Unternehmensgruppe als auch des Vereins möchten wir die Jugendlichen über Ausbildungsmöglichkeiten informieren, begeistern und so an die Region binden.“ Darin sind sich sowohl der kaufmännische Leiter Daniel Hennig als auch die Ausbildungsverantwortliche Kristina Mertens einig.

Sie haben die erste Kooperation auf den Weg gebracht (v.l.): Niklas Kennel (Herbrand Gruppe), Kristina Mertens (Referentin für Aus- und Weiterbildung Herbrand Gruppe), Dimtri van der Wal (Berater Wirtschaft.Sport.Ausbildung bei der IHK Ausbildungs-GmbH) sowie Volker Stiepert und Stephan Kroh (beide Jugendgeschäftsführer SC Viktoria 07 Anrath). Foto: IHK

„Die Herbrand GmbH mit ihren Mercedes-Autohäusern ist für uns als Sportverein ein absoluter Premium-Partner. Wir freuen uns sehr auf eine nachhaltige Kooperation, die vor allem auf das Thema Berufsausbildung abzielt und eine positive Bindung vom Sportverein zum Unternehmen schaffen soll“, sagt Stephan Kroh, Jugendgeschäftsführer beim SC Viktoria 07 Anrath e.V. Der Verein mit derzeit rund 200 jugendlichen Mitgliedern wolle mit dieser Zusammenarbeit auch den Erziehungsauftrag gegenüber seinen jungen Mitgliedern erfüllen und langfristig Jugendliche sowie junge Erwachsene an sich binden.

„Sportvereine sind in Zeiten des Fachkräftemangels eine gute Plattform für Unternehmen, um Jugendliche früh auf sich aufmerksam zu machen“, sagt Dimitri van der Wal von der IHK. „Wer sich in einem Sportverein engagiert, erzeugt Bindung durch Emotion – und die ist besonders stark.“ Er rät Unternehmen, vor Ort Flagge zu zeigen, zum Beispiel durch Aktionen bei Turnieren oder Vereinsfesten. Allerdings sei jeder Verein anders aufgestellt, habe andere Schwerpunkte und Bedürfnisse. „Wie so eine Kooperation aussehen kann, müssen Verein und Unternehmen individuell – auch gerne mit unserer Unterstützung – klären. Da gibt es keine Lösung von der Stange“, so van der Wal. „Allerdings sollte man es nicht zu kompliziert machen.“ Unternehmen, die auf der Suche nach einem Sportverein als Kooperationspartner sind, sollten sich zuerst in der eigenen Belegschaft umschauen. „Vielleicht gibt es ja einen Mitarbeiter, der sich bereits für einen Verein engagiert“, sagt der Experte. „Das ist die Ideallösung. Ansonsten hilft die IHK mit ihrem Netzwerk gerne weiter.“ Wichtig sei, sich Gedanken über die Zielgruppe zu machen. „Wer sich authentisch und mit Herzblut im Sportverein engagiert, wird von den jungen Menschen auch positiv wahrgenommen.“

Unternehmen, die Fragen zum Projekt „Wirtschaft.Sport.Ausbildung“ haben oder Kontakte zu Sportvereinen knüpfen wollen, können sich an Dimitri van der Wal (Tel. 02131 9268-555, E-Mail: wal@mittlerer-niederrhein.ihk.de) wenden.