herrH brachte den Hohen Busch zum Beben – Ein Mitmach-Konzert, das Herzen bewegte

Am Mittwochnachmittag wurde die Sommerbühne am Hohen Busch zum Schauplatz eines ganz besonderen Spektakels.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Martin Häming

Viersen – Der bekannte Kinderliedermacher herrH – alias Simon Horn – begeisterte gestern bei strahlendem Sonnenschein mit seinem KinderMitmachKonzert hunderte kleine und große Besucher*innen. Die Wiese vor der Bühne war gefüllt mit strahlenden Gesichtern, hüpfenden Kinderfüßen und tanzenden Familien.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Schon mit den ersten Takten war klar: Dieses Konzert würde mehr sein als nur ein musikalisches Erlebnis. Es wurde ein kunterbunter Ausnahmezustand voller Energie, Spaß und Gemeinschaft. herrH, der sich selbst als „Familiensoundtrack auf zwei Beinen“ beschreibt, animierte zum Mitsingen, Mitklatschen und Mittanzen – und riss dabei nicht nur die Kinder mit, sondern auch deren Eltern.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Mit seinem unverwechselbaren Mix aus Pop, Rock, Hip-Hop und elektronischen Beats zeigte der aus Lippstadt stammende Musiker, wie lebendig und zeitgemäß Kinderlieder heute klingen können. Klassiker wie „Ich bin ein Pinguin“, „Emma, die Ente“ oder „Raffi, die Giraffe“ durften dabei ebenso wenig fehlen wie brandneue Songs, darunter der ohrwurmverdächtige Sommerhit „Kalle, das Krokodil (Miami Kalle)“ oder das herzerwärmende „Alles Glück dieser Welt“.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Immer wieder durchzog kollektives Lachen und ausgelassenes Jubeln die Luft. Ob beim charmant-chaotischen „Zwergenaufstand“, beim rebellischen „Boah, das nervt“ oder beim technoiden „Wackelkontakt“ – herrH schaffte es, Kinder ernst zu nehmen, sie zu empowern und gleichzeitig jede Menge Spaß zu vermitteln. Dabei gelang ihm das Kunststück, nicht einfach nur ein Konzert zu geben, sondern einen echten Begegnungsraum für Generationen zu schaffen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Wer zum ersten Mal ein Konzert von herrH erlebte, merkte schnell: Hier geht es nicht nur um Musik – hier geht es um ein gemeinsames Lebensgefühl, das verbindet. Umso schöner, dass ausgerechnet die Sommerbühne am Hohen Busch zum Ort dieses emotionalen Familien-Highlights wurde. Simon Horn, selbst Vater, Lehrer und Pädagoge, versteht es wie kaum ein anderer Bildungsanspruch mit Entertainment zu vereinen. Seine Musik ist laut, frech, liebevoll und oft auch poetisch – ganz im Sinne der von ihm geprägten „Neuen Deutschen Kindermusik“.

Ein Nachmittag, der gezeigt hat, wie mitreißend, modern und liebevoll Kindermusik heute sein kann – und der bewiesen hat: Wenn herrH auf der Bühne steht, wird aus einem Konzert ein unvergessliches Familienfest. Schade, dass es der Abschluss der städtischen Sommerbühne war … wie gut, dass das Open-Air am Hohen Busch aber noch einiges an Highlights bereit hält. (nb)