Herzenssache Heimat: Schützen helfen den Kleinsten in Viersen

Ein durchwachsener Oktobersonntag, strahlende Gesichter und eine Geste, die von Herzen kommt: Die St. Sebastians Bruderschaft Süchteln-Sittard hat dem Kinderhaus Viersen eine Spende in Höhe von 1.500 Euro überreicht.
Von RS-Redakteurin Sabrina Köhler und Martin Häming

Viersen/Süchteln – Gemeinsam mit einer kleinen Abordnung seiner Bruderschaft besuchte König Rüdiger Cremers das Kinderhaus: An seiner Seite standen Ministerin Jasmin Springer, Minister Christian Rußlies, die Hofdamen Steffi Cremers und Sabrina Görissen, Königsadjutant Frank Cremers, Page Max Springer sowie Präsident Christoph Wartmann. Sie überbrachten nicht nur einen symbolischen Scheck, sondern auch eine große Portion Herzenswärme.

Empfangen wurde die Delegation von Pflegedienstleiterin Anke Buchholz und Dr. Klaus Hofmann, dem Vorsitzenden des Fördervereins Kinderhaus Viersen. Beide zeigten sich sichtlich gerührt über die großzügige Unterstützung. „Diese Spende hilft uns, den Alltag unserer Kinder noch ein Stück heller und lebensfroher zu gestalten“, sagte Buchholz.

Der Betrag, der nun dem Kinderhaus zugutekommt, wurde im Laufe des diesjährigen Schützenfestes sowie durch zahlreiche Aktionen und Sammlungen des Königshauses zusammengetragen. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dort zu helfen, wo Kinder besondere Zuwendung brauchen“, erklärte König Rüdiger Cremers. Für die Bruderschaft, die tief in der Süchtelner Gemeinschaft verwurzelt ist, sei soziales Engagement kein Nebenbei, sondern gelebte Tradition.

Das Kinderhaus Viersen ist ein Ort, der Geborgenheit schenkt. In der hellen, modern gestalteten Einrichtung finden bis zu 14 pflegebedürftige Kinder und Jugendliche ein Zuhause. Jedes Kind verfügt über ein eigenes Zimmer, individuell gestaltet und mit liebevollen Details versehen. Im Erdgeschoss lädt ein großzügiger Gemeinschaftsbereich zum Lachen ein. Besonders beliebt sind der Snoezel-Raum mit seinen sanften Lichteffekten, das bunte Bällebad und der große Garten, der an sonnigen Tagen zum Treffpunkt aller kleinen Bewohner wird.

Doch das Kinderhaus bietet mehr als nur Pflege – es schenkt Familien einen Ort der Entlastung und des Durchatmens. Im oberen Geschoss stehen mehrere Gästezimmer bereit, in denen Eltern oder Angehörige übernachten können, um Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. So entsteht ein Stück Normalität, wo sie sonst oft schwer zu finden ist. Die medizinische Betreuung übernehmen ein erfahrener Kinderarzt und ein engagiertes Team aus Pflegekräften, Therapeuten und Pädagogen. Die 1.500 Euro werden im Kinderhaus direkt dort ankommen, wo sie gebraucht werden – bei den Kindern, die jeden Tag aufs Neue Mut, Freude und Lebensenergie ausstrahlen. (sk)

Auch wenn auf dem Gruppenfoto des Tages Mareike Görissen fehlt, war sie in Gedanken dabei, als der Moment festgehalten wurde, der zeigt, was wahre Gemeinschaft bedeutet: füreinander da zu sein. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming