„Heute bei dir“-Regionalteam vor Ort aktiv

Der Prozess „Heute bei dir“, der jetzt bereits über ein Jahr läuft und von Bischof Dr. Helmut Dieser angestoßen wurde, wird unterschiedlich wahrgenommen. Der Bischof selbst ist durch alle Regionen des Bistums gereist, weitere Themenformen auch in Mönchengladbach sind geplant, ein Regionalteam, bestehend aus Regionalvikar Johannes Quadflieg, Gabi Terhorst und Harald Hüller, hat die Arbeit aufgenommen.

Region – In seiner Silvesterpredigt 2017/18 kündigte Bischof Dr. Helmut Dieser einen synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozess für das Bistum Aachen an. Viele verstünden, dass es so wie bisher nicht weitergehen könne im Bistum Aachen, sagte der Bischof. Es sei das Ziel – wie auch von Papst Franziskus gefordert – die Freude an der christlichen Kernbotschaft neu zu entfachen und im Dialog in die Mitte und an die Ränder der Gesellschaft zu tragen.

Das heißt für das Bistum Aachen, auf neue Art mit den Menschen das Gespräch über die christliche Kernbotschaft zu suchen und erweiterte und vertiefte Formen gesellschaftlichen und christlichen Zusammenhalts zu verwirklichen. Kirche muss neu denken und handeln angesichts der Umbrüche im Leben und Glauben der Menschen. Daher möchte Bischof Dieser in Kontakt und Austausch mit möglichst vielen Menschen gehen, um selbst zu lernen, wie Menschen heute ihr Leben gestalten, und so neu die Freude des Evangeliums weiter zu tragen.

Der Prozess, der jetzt bereits über ein Jahr läuft, wird unterschiedlich wahrgenommen. Die einen sind geradezu euphorisch, andere eher skeptisch bis ablehnend. Der Bischof selbst ist durch alle Regionen des Bistums gereist und ist in vielen „Meet and eat“- und Küchentischgesprächen mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch gekommen.

© Bistum Aachen / Andreas Steindl

Tische: 160 Tische
Gesprächszeit: 125 Stunden
Am Küchentisch: 520 Menschen
Meet & eat: 1.050 Menschen
Auftaktveranstaltung: 430 Teilnehmende
Insgesamt: 2.000 Menschen

Aus diesen Ergebnissen wurden drei Handlungsfelder mit 13 Unterthemen generiert. Dazu gab und gibt es weitere Möglichkeiten, sich zu beteiligen. Zunächst gab es drei Themenforen zu den drei Handlungsfeldern. Die Ergebnisse kann man sich auf der Homepage heutebeidir.de ansehen. Gleichzeitig sind 13 Teilprozessgruppen mit Haupt- und Ehrenamtlichen Personen in Gang gesetzt worden.

Im Juni 2019 wird es drei weitere Themenforen geben, zu denen alle, die sich einbringen wollen, eingeladen sind. Gleichzeitig kommt „Heute bei dir“ in die Regionen zu den Menschen. Eindrücke, Hoffnungen, Vorschläge und vieles weitere soll von den Menschen vor Ort eingesammelt werden. Wie kann die Kirche weiterhin die Herzen der Menschen erreichen, wie kann sie mit ihnen auch im 21. Jahrhundert einen gemeinsamen Weg finden?

Im Auftrag des Bistums Aachen führt das Pragma Institut Reutlingen mit der Universität Bamberg eine Telefonbefragung durch. Wer Interesse hat, an diesen Befragungen teilzunehmen, kann sich über die Webseite online.baces.uni-bamberg.de/uc/BT_Aachen/ dafür anmelden. Auch Menschen, die sich selbst als kirchenfern bezeichnen oder einer anderen Glaubensrichtung angehören, können bei den Befragungen mitmachen. Es ist jederzeit möglich, die Teilnahme an der Befragung wieder zu beenden.

Es finden zu den drei Handlungsfeldern weitere Themenforen statt. Das erste Themenforum 2019 ist am Samstag, den 18. Mai 2019, zum Handlungsfeld 2 „Den Menschen dienen“ in der Bischöflichen Marienschule in Mönchengladbach zu erleben. Am Samstag, den 15. Juni 2019, findet das Themenforum zum Handlungsfeld 3 „Jesus überall begegnen“ in der Bischöflichen Clara-Fey-Schule in Schleiden statt. Zwei Wochen später geht es am Samstag, den 29. Juni 2019, im Bischöflichen Pius-Gymnasium Aachen um das Thema des Handlungsfeldes 1 „Den Glauben leben“. Anmeldungen für die Themenforen sind seit 15. März 2019 über die Webseite heute-bei-dir.de möglich.

Im September 2018 hat Bischof Helmut Dieser das neue Regionalteam eingeführt. Es besteht aus Regionalvikar Johannes Quadflieg, Gabi Terhorst und Harald Hüller. Seit Beginn des Jahres besuchen sie alle GdGs, um die Themen der drei Handlungsfelder mit den GdG-Räten zu beraten.

Im nächsten Schritt ist geplant, mit einem Café-Mobil an Orte zu fahren, an denen Menschen sich treffen (Markt, Einkaufszentrum, Schule …), um mit ihnen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Dabei werden die Kolleginnen und Kollegen und Mitglieder der Gremien und Gruppierungen vor Ort einbezogen. So können Themen in den Prozess eingespielt werden, und es kann gleichzeitig vor Ort überlegt werden, wie Fragen und Anregungen umgesetzt werden können. (Harald Hüller)