Hinter dem Bahnhof entsteht Viersens „Belgisches Viertel“

Seit gestern steht die Neuigkeit fest, neben dem geplanten Vollsortimenter an der Brüsseler Allee hinter dem Viersener Bahnhof wird die DIAKONIA – ambulanter Pflegedienst der Ev. Kirchengemeinde gGmbH 48 barrierefreie Seniorenwohnungen anmieten. Durch die langfristige Vermietung im Eckgebäude am Antwerpener Platz ist für einen der drei großen Abschnitte der Gesamtentwicklung an der Brüsseler Allee Planungssicherheit geschaffen.

Foto: AIP – Wohnen GmbH

Viersen – In dem mehrgeschossigen Wohnprojekt an der Ecke Krefelder Straße, Antwerpener Platz (Kreisverkehr) und Brüsseler Allee wird die DIAKONIA vier der sechs Gebäudeteile mit 48 barrierefreien Wohnungen für „Betreutes Wohnen“ langfristig anmieten. Die verbleibenden Gebäudeabschnitte werden frei vermarktet. Die DIAKONIA plant auch eine eingebundene Tagespflegeeinrichtung. Eine endgültige Entscheidung darüber steht noch seitens der Pflegekonferenz des Kreises aus.

Der zukünftige Betreiber, die DIAKONIA – ambulanter Pflegedienst der Evangelischen Kirchengemeinde gGmbH ist eine 100%ige Tochter der „Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Viersen gGmbH“, zu der auch die beiden vollstationären Pflegeeinrichtungen „Haus Greefsgarten“ und „Haus am Nordkanal“ gehören. Die DIAKONIA versorgt als mobiler Pflegedienst Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit und wird von der „SGV – Servicegesellschaft Viersen mbH“ durch hauswirtschaftliche Dienstleistungen und einen mobilen Mittagstisch unterstützt. Beide werden eine Niederlassung direkt vor Ort betreiben, um hier und im gesamten Quartier eine besonders zuverlässige und schnelle Dienstleistung sicherzustellen.

Martin Stoof, Geschäftsführer der DIAKONIA sagt zur stetig wachsenden Nachfrage nach „Betreutem Wohnen“: „Mit zunehmendem Lebensalter oder durch das Eintreten von Krankheiten nimmt häufig die Kompetenz zur eigenen Haushaltsführung ab. Dennoch bleibt der Wunsch nach selbstständigem und selbstbestimmtem Wohnen bestehen. Diesen Wohnbedürfnissen möchten wir durch das entstehende „Betreute Wohnen für ältere Menschen“ in einer integrierten Wohnanlage im Bereich des Wohngebietes am Nordkanal gerecht werden.“

Die Wohnbedürfnisse von älteren Menschen haben sich in den letzten Jahren kaum verändert. Selbständig und selbstbestimmt Wohnen hat eher einen noch höheren Stellenwert erhalten und ein Umzug in eine klassische Pflegeeinrichtung wird meistens erst als letzte Möglichkeit in Betracht gezogen. Mit zunehmendem Lebensalter oder durch das Eintreten von Krankheiten nimmt jedoch ggf. die Kompetenz zur eigenständigen Haushaltsführung ab. Auf helfende Angehörige zu jeder Tageszeit können die wenigsten Betroffenen zurückgreifen. Mit diesem Wissen schauen sich ältere Menschen manchmal früh nach passenden alternativen Wohnmöglichkeiten um. Neben der Wohnungsgröße spielen auch Auswahlkriterien, wie beispielsweise Barrierefreiheit in Haus und Wohnung, eine gute Infrastruktur und individuell abrufbare Dienstleistungen eine Rolle.

„Diesen Wohnbedürfnissen möchten wir durch das geplante „Betreute Wohnen für ältere Menschen“ in einer integrierten Wohnanlage im „Quartier Nordkanal“ gerecht werden“, so Martin Stoof. „Das „Betreute Wohnen“ bietet die geeignete Alternative zum völlig eigenständigen Wohnen im eigenen Haus oder der gewohnten Mietwohnung einerseits und dem Umzug in eine stationäre Einrichtung andererseits. Die Ergänzung durch die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Tagespflegeplatzes in der Wohnanlage oder einer Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege oder ggf., wenn es erforderlich werden sollte, der bevorzugte „Anspruch“ auf einen Pflegeplatz in unseren vollstationären Einrichtungen „Haus Greefsgarten“ oder „Haus am Nordkanal“ soll unseren zukünftigen Mietern die größtmögliche Sicherheit in Bezug auf ihr „alt werden“ bieten.“ Die Evangelische Kirchengemeinde Viersen, als Gesellschafter der „Seniorenzentrum gGmbH“ blickt auf eine insgesamt über 100 jährige Erfahrung im Sozial- und Gesundheitswesen zurück.

Die 48 barrierefreien und altersgerecht ausgestatteten Wohnungen sind in unterschiedlichen Größen zwischen 40 qm und 118 qm geplant. Hinzu kommen Verwaltungs- und Büroräume und ein variabel unterteilbarer Gemeinschaftsraum für Feiern oder kulturelle Veranstaltungen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2019 geplant, dabei wird der Quadratmeterpreis voraussichtlich bei 11,20 Euro liegen, wobei die Nebenkosten in Verbindung niedriger geplant sind, weil unter anderem ein Heizkonzept über Erdwärmepumpen enthalten ist. Ebenfalls geplant ist die Zusammenarbeit mit Ärzten, Apotheken, Sanitätshäusern usw. zum Wohle der Mieter. Darüber hinaus ist eine Entwicklung zum Quartiersstützpunkt vorstellbar. Alle Wohnungen bekommen einen Balkon oder eine Terrasse. Sie werden über Aufzüge zu erreichen sein und sind somit für ältere und körperlich eingeschränkte Personen ideal. Den Mietern steht ein mehrstufiges Angebot von Service- und Betreuungsleistungen zur Auswahl, die sie im Bedarfsfall individuell wählen und in Anspruch nehmen können.

Der Gebäudekomplex ist Teil des zurzeit größten Bauprojektes in privater Trägerschaft in Viersen. Unter dem Arbeitstitel „Belgisches Viertel“ werden zwischen Krefelder Straße, Antwerpener Platz (Kreisverkehr), Brüsseler Allee und Güterstraße auf ca. 27.000 m2 durch Gesellschaften der Unternehmensgruppen Prangenberg & Zaum Viersen und Frauenrath Heinsberg ein großer Vollsortimenter (EDEKA), 28 Einfamilienhäuser im Bauhausstil mit hohen energetischen Standards sowie der beschriebene Gebäudekomplex in mehrgeschossiger Bauweise mit insgesamt sechs Gebäudeabschnitten errichtet.

Neben der Errichtung der Gebäude haben sich die Investoren auch zu Erstellung der kompletten Erschließung und Infrastruktur verpflichtet. Für Gereon Frauenrath wird hier ein „eigenständiges geschlossenes Quartier mit Kinderspielflächen, sehr guten Fußwegeverbindungen und hohen ökologischen Standards“ entstehen. Die Lage am Ring und am Bahnhof sei ein immenser Standortvorteil für das „Belgischen Viertel“. Der Viersener Unternehmer Peter Zaum sieht in dem Projekt auch eine Herzensangelegenheit. „In meiner Kindheit war dieser Bereich einer der dunkelsten und negativsten Bereiche meiner Heimatstadt. Jetzt gestalten wir hier ein modernes, helles Quartier von hoher Qualität. Ich bin stolz darauf, dass wir als Investoren diese Flächen nach vorne bringen werden.“

Kontakt für Interessenten:
DIAKONIA – ambulanter Pflegedienst der Evangelischen Kirchengemeinde gGmbH
Susanne Thewißen-Beckers
Öffentlichkeitsbeauftragte des Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Viersen gGmbH
Tel.: 02162/102-5491
mail: s.thewissen@sgv-viersen.de