Hochsprung-Meeting: Weltklassespringer kämpften um jeden Zentimeter

Die meisterhafte Höhe von 2,31 m konnte auch in diesem Jahr beim mittlerweile 25. Internationalen Hochsprung-Meeting der LG 47 Viersen nicht geknackt werden.
Von RS-Redakteur Detlef Thelen

Viersen – Ursprünglich sollte das Jubiläumsspringen des 25. Internationalen Hochsprung-Meetings in dem neu umgebauten Stadion auf dem Hohen Busch stattfinden. Zwar sind die leichtathletischen Anlagen mittlerweile fertig gestellt, doch der Rasen darf in diesem Monat noch nicht genutzt werden um Nachfolgen zu vermeiden. Für die LG 47 Viersen ein Wehmutstropfen, dennoch kamen mehrere hundert Zuschauer erneut zur Sportanlage Löh um dabei zu sein, wenn sich die internationalen Springer in Viersen messen.

„In diesem Jahr geht es für die Athletinnen und Athleten darum, die Norm für die Weltmeisterschaften zu überspringen“, so Meeting-Direktor Detlef Vieth. „Dazu liegen bei den Männern die 2,30 m und bei den Frauen die 1,94 m auf. Ebenso ist es möglich, sich bereits in diesem Jahr für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu qualifizieren. Dazu benötigen die Männer eine Höhe von 2,33 m und bei den Frauen sind 1,96 m gefordert.“ Höhen, die in diesem Jahr und mit einem deutlich verkleinerten Starterfeld nicht erreicht wurden. Ursprünglich waren zwölf Springer gemeldet, darunter auch Weltklassespringer Eike Onnen, der aufgrund einer Knieverletzung ausfiel.

Foto: Rheinischer Spiegel

Ebenfalls die „hauseigene“ Rekordhöhe von 2,31 m, die Giulio Ciotti 2006 vorgegeben hatte, war in diesem Jahr nicht in Gefahr. Mit einer Höhe von 2,22 m sicherte sich Mateusz Przybylko vom TSV Bayer 04 Leverkusen beim ersten Sprung den Sieg, im vergangenen Jahr hatte er wiederholt mit einer Höhe von 2,28 m auf sich aufmerksam gemacht, doch für die 2,25 m reichte es am Sonntag nicht. Platz zwei erreichte Singh Randhawa Nauraj aus Malaysia mit einer Höhe von 2,19 m, dieser schlossen sich auch Amels Douwe vom TSV Bayer 04 Leverkusen, der Pole Norbert Kobielski und Edgar Rivera vom LT DSHS Köln e. V. an. 2,15 m erreichten Allan Schmith aus Großbritannien und Chris Moleya aus Südafrika. Ganz knapp Schlusslicht mit 2,10 m war Konstantinos Baniotis aus Griechenland.

Ebenfalls bei den Frauen gingen lediglich acht Teilnehmerinnen an den Start. Auf Platz eins setzte sich Marie-Laurence Jungfleisch vom VfB Stuttgart mit einer Höhe von 1,84 m, mit der gleichen Höhe reichte es für Katarina Mögenburg vom TSV Bayer 04 Leverkusen aufgrund der Fehlversuche nur für den zweiten Platz. Jana Kulessa (TSV Bayer 04 Leverkusen) sprang ebenso wie Alexandra Plaza (LT DSHS Köln e. V.) und Lale Eden (Hannover 96) über die 1,76 m. Für Laura Gröll (LG Stadtwerke München) ging das Meeting mit 1,68 m zu Ende, auf dem letzten Platz landete bei 1,64 m Daniella Munoz vom Kangaroo Tracking Club. (dt)

Foto: LG 47 Viersen