Hoffest – Vorfreude auf Karneval

Der Mönchengladbacher Karnevalsverband (MKV) hatte zum jährlichen Hoffest in die Volksbank Mönchengladbach eingeladen. Im Foyer stand ein kleines BMW-Auto des Autohauses Faba, gefüllt mit Präsenten für die Gästen, ebenfalls von Faba.
von RS-Redakteurin Marlene Katz

Mönchengladbach – Der Ex-Sitzungspräsident des MKV, Willi Kleuser, begrüßte in Vertretung von Thomas Schmitz, die Gäste in seiner lockeren Art mit: er ist wieder hier, in seinem Revier, er war niemals weg, hatte sich nur versteckt. Er wünschte sich und allen Karnevalisten eine Session ohne Einschränkungen, um diese dann so richtig feiern zu können.

Der traditionelle Auftakt der Session ist immer das Hoffest und unter den Klängen des K.u.K. Hoch- und Deutschmeister-Marsch Nr. 4 zog der gesamte Vorstand des MKV ein, natürlich auch mit Maskottchen Bernie (Elke Fünfstück).

Da sich auf der letzten Jahreshauptversammlung der Vorstand bei einigen Ämtern verjüngt hatte, stellte Kleuser die „Bambini-Riege“ vor.

Dann übernahm der Vorsitzende des MKV, Gert Kartheuser, das Mikrofon. Ganz besonders begrüßte er die Abordnung der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft mit ihrem designierten Damen Dreigestirn und zwar Prinz Uschi Skibba, Jungfrau Bozena Smyczek und Bauer Maren Müller-Keufgens.

Dann bat er die Hausherren der Volksbank Franz D. Meurers und Carsten Thören auf die Bühne. Kartheuser sprach den beiden seinen Dank aus für das Sponsoring in den letzten Jahren. Auch wenn es Probleme gibt, die Volksbank hilft immer. Als ein neuer Ort für das Hoffest gesucht wurde, war die Voba nach Rücksprache mit dem Vorstand sofort bereit, ihr Haus zur Verfügung zu stellen. Auch für die 12-stündigen Filmaufnahmen im Februar stand sie dem MKV immer zur Seite.

Franz D. Meurers, Carsten Thören und Markus Schmitz

Diese Worte gingen Meurers runter wie Öl und das in diesen Räumlichkeiten. Er ist stolz, Partner des MKV sein und das Fest ausrichten zu dürfen. Er führte weiter an, dass man sich lange nicht gesehen habe, aber es tut gut, so viele Freunde und Bekannte wieder zu treffen und sie sollen alle diesen Abend genießen. Seine Schlussworte waren: wir sind eine Bank und auf eine Bank kann man sich verlassen.

Der Vorstand des MKV hatte sich überlegt, mit einer eigenen Hymne in die Säle einzuziehen. Wer wäre dafür besser geeignet, als ein passionierter Sänger und Musiker, nämlich Jochem (Enzi) Enzenmüller. Während seiner Krankheit hat er sich zig Märsche angehört und sich dann für den K.u.K. Hoch- und Deutschmeister-Marsch Nr.4 entschieden. Auch der entsprechenden Text stammt aus seiner Feder. Im Studio in der Eifel wurde dann zusammen mit Gert Kartheuser, HaPe Johnen und Enzi dieser Marsch aufgenommen, der zuvor vollen Zuspruch beim Vorstand fand. Hier der Text, den hoffentlich bald jeder mitsingen kann.

  • Den Karneval, den wir rufen wir – Halt Pohl und All Rheydt
  • Er ist für uns ja sowieso die schönste Jahreszeit
  • Ein jeder von uns schafft und tut, so gut wie er es kann,
  • und wenn der Hoppediz erwacht, hab’n alle Freud daran.
  • Im Karneval da rufen wir – Halt Pohl und auch All Rheydt
  • wir sind für diesen Karneval zu jedem Spaß bereit.
  • Das ganze Jahr vertreten wir ein jeden der Verein
  • und Aschermittwoch ist’s vorbei, was sowiesogemein.

Refrain:

  • Wir sind vom MKV und marschieren heut ein
  • für den Karneval in dieser Stadt
  • Wir bringen Spaß in den Saal und wir freun uns mit Euch
  • schlechte Laune, die haben wir satt.

Anschließend stellte Kartheuser Jochem Enzenmüller als denjenigen vor, der in Zukunft auch für den Senioren-Karneval zuständig ist. Als ihm dieses Amt angetragen wurde, war er sofort damit einverstanden.

Obwohl die Prinzenpaare bereits seit einem Jahr bekannt sind, durften sie an dem heutigen Abend nicht fehlen. Und so kam das designierte Prinzenpaar Stefan und Bianca sowie das bereits proklamierte Kinderprinzenpaar Marlon und Lea auf die Bühne.

Marlon und Lea freuen sich auf die kommende Session und ihr Slogan für die Zeit lautet: Gemeinsam, niemals einsam.

Stefan und Bianca wünschen sich, dass die Session ohne Probleme durchgeführt werden kann. Stefan zählt die Tage bis zur Proklamation, denn es sind nur noch 105, aber er kommt sich vor, als wenn er Vollgas gebe und das in einem Stau. Er forderte die Gäste auf zu allen Veranstaltungen zu kommen und Karneval zu feiern, denn ohne sie geht gar nichts.

Auch die Beiden sammeln in diesem Jahr für die Wagenbauhalle, damit endlich etwas passiert.

Martin Schops

Als Höhepunkt des Abends trat Martin Schops auf. Er freute sich so viele Menschen vor seiner Nase zu sehen und das mit guter Laune. Weiter führte er aus, dass Lauterbach im Moment nicht so laut schreit, findet man im Karneval wieder zusammen.

Anhand von 62 Liedern zeigte er den Gästen auf, was der Kölsche Klüngel ist und erntete hierfür nicht nur Lacher, sondern auch viel Applaus.

Weiter erzählte er aus der Pandemie-Zeit, dass ca. 70 % der Menschen ihre Weinvorräte geleert hätten und so habe seine Frau ihn auch immer wieder kontrolliert, ob er Alkohol trinke. Auch habe er seiner Schwiegermutter verschwiegen, dass er bereits seit sechs Monaten aus der Quarantäne entlassen sei. Auch zu den Hygienemaßnahmen führte er aus, dass diese sehr wichtig seien und da er Lehrer ist, hat er diesen versucht zu erklären, wie das Virus nach Deutschland gekommen ist. Die Lacher hatte er immer auf seiner Seite.

In einem weiteren Lied nahm er die Politiker auf den Arm und jede Strophe endete mit: leider nicht.

Willi Kleuser bedankte sich bei ihm und bescheinigte ihm, dass nur er Witz und Substanz so super verbinden kann. Gäbe es ein vierblättriges Kleeblatt bei den Rednern, wäre er eines davon.

Als Abschluss wurde dann Martina Weise und Verena Gauls (re.) für die tolle Organisation des Abends gedankt. Sie hofften, dass es allen gefallen habe und verwiesen auch auf die stillen Helfer im Hintergrund hin, ohne die dieses nicht zu stemmen gewesen wäre.

Nach diesem wunderschönen Abend war dann das Büfett angerichtet. Es konnte zwischen Pasta, Fleisch und Wurst gewählt werden und die Gäste führten bei kalten Getränken ihre lang ersehnten Gespräche.

Gladbacher Prinzenpaar in Spe mit Erkelenzer Dreigestirn mit Hofmarschall Theo Görtz und MKV-Vorsitzender Gert Kartheuser

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