Hoher Sachschaden auf dem alten Ev. Friedhof in Süchteln

Am vergangenen Wochenende diente der Bereich um das 1900 entstandene Mausoleum der Familie Freudenberg anscheinend als Partyplatz. Bierflaschen und Pizzakartons sind nicht die einzigen Hinterlassenschaften, denn Unbekannte besprühten die Stein- und Marmorwände mit einem Hinweis auf eine „Eras-Gäng“.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Süchteln – Bereits um 1600 beginnen die Jahreszahlen der Grabsteine auf dem alten Ev. Friedhof in Süchteln, der bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein genutzt wurde. Bedauerlich nur, dass die Ruhe der Toten nicht mehr bei mit gegebenem Respekt behandelt wird. Nachdem das Tor des Friedhofs dem Verfall ausgesetzt war, hatte die Stadt Viersen als Eigentümer das Tor eingelagert, seitdem wird der Friedhof immer wieder fremdgenutzt.

Längst sind die Grünflächen zu einer Hundewiese geworden, im hinteren Bereich des Friedhofes sind große Löcher der Vierbeiner entstanden. Am vergangenen Wochenende diente der Bereich um das 1900 entstandene Mausoleum der Familie Freudenberg zudem anscheinend als Partyplatz. Bierflaschen und Pizzakartons sind nicht die einzigen Hinterlassenschaften, denn Unbekannte besprühten die Stein- und Marmorwände mit einem Hinweis auf eine „Eras-Gäng“.

Der Sachschaden liegt im knapp fünfstelligen Bereich, am Montagmorgen wartete eine Mitarbeiterin der Stadt Viersen auf dem Friedhof bereits auf die Polizei damit eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt werden konnte. Werden die Vandalen nicht gefunden, trägt die Allgemeinheit den Schaden. Hinweise werden an die Polizei Viersen unter 02162 377-0 erbeten. (nb)

Foto: Rita Stertz/Rheinischer Spiegel