Hoppeditz erwachte in Mönchengladbach

Nach zweijähriger Corona bedingter Abstinenz konnte nun endlich wieder auf dem Sonnenhausplatz der Karneval eröffnet werden. Unter der 3G-Voraussetzung wurden Stichproben gemacht und alle waren nett und freundlich zu den Kontrolleuren. Auch eine Person die leider nicht unter die 3G-Regel fiel, verließ freundlich und ohne zu Murren den Platz. Es war ein friedlicher Abend, so wie es sich der Mönchengladbacher Karnevalsverband gewünscht hatte.
von RS-Redakteurin Marlene Katz

Mönchengladbach – Bereits um 17.11 Uhr war der Platz gut gefüllt und die MKV Show Band stimmte mit ihren Liedern die Leute ein auf das, was noch kommen sollte.

Die Kindertraditionsgarde unter Leitung von Dagmar Gaden, mittlerweile bestehend aus ca. 30 Kindern der Mönchengladbacher Karnevalsgesellschaften, hatten nichts verlernt und zeigten ihr Können.

Merry, ebenfalls Mitglied der Garde, stellte ihr neues Lied „Mön, Mön, Mönchengladbach“ vor, dessen Text aus der Feder von Rolf Gaden stammt.

Dann trat der neue Sitzungspräsident Thomas Schmitz auf die Bühne. Er begrüßte die Zuschauer im Zentrum von Mönchengladbach, dem Sonnenhausplatz, um den Hoppeditz zu wecken. Ihm zur Seite standen Bernie (Melanie Nießen), das Maskottchen des MKV sowie Goldi von der Stadtsparkasse.

Wie kann es anders sein wenn Bernie da ist, natürlich muss der Bernie-Tanz aufgeführt werden, den alle Kinder begeistert mit machten.

Thomas Schmitz begrüßte die Tollitäten auf der Bühne und bescheinigte ihnen eine gigantische Session und ebenso eine zweite, auch wenn diese leider nicht so ausfallen konnte wie gewünscht. Alle vier haben versucht den Menschen die Freude nach Hause zu bringen, was ihnen auch bestens gelungen war. Aber leider heißt es heute Abschied zu nehmen, denn die Neuen scharren schon mit den Hufen.

Für Axel und Thorsten war es eine tolle Zeit, die nicht wiederkommen wird. Aber nach 2 Jahren muss man einmal Danke sagen. Dies könne man noch stundenlang tun bei allen, denn Karneval ist ein Mannschaftssport und man kann es nicht alleine machen. Sie wollten keine politische Veranstaltung machen, sondern nur Karneval feiern. Auch der Zeitplan war ihnen an diesem Abend egal, denn sie sangen noch verschiedene Lieder aus ihrer Regentenzeit und endend mit dem Regenbogenlied. Das war ein wundervolles Abschiedskonzert.

Gert Kartheuser, Vorsitzender des MKV, übernahm nun die Moderation. Er freute sich, dass so viele gekommen waren, um die Karnevalseröffnung an diesem Abend zu feiern. Er stellte Oberbürgermeister Felix Heinrichs mit der neuen MKV-Oberbürgermeister-Mütze vor.

Für Louis und Theresa war die Zeit einfach unbeschreiblich schön. Sie haben viel Spaß gehabt und für sie wird diese Zeit unvergesslich sein. Sie dankten allen Jecken, die sie in die Säle getragen haben und denen sie ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten.

Kartheuser bescheinigte den Beiden, dass sie in ihrer Rolle gewachsen seien, eine tolle Visitenkarte hinterlassen haben und das werde auch ihr späteres Leben begleiten.

Am Ende seiner Amtszeit erhält der jeweilige Prinz den Großorden des MKV, besetzt mit Diamanten. Da es in der letzten Session zwei Prinzen gab, erhielten jeweils Axel und Thorsten den Orden als Dank für ihr Engagement.

 

Bevor OB Heinrichs Louis die Federn abnahm, um das Ende der Amtszeit zu dokumentieren, meinte er, soviel Zeitverzug hat noch nicht einmal Thomas Gottschalk geschafft. Aber das zeigt, wofür das Brauchtum steht und alles geht einmal zu Ende, auch die doppelte Session. An Louis und Theresa gewandt sagte er, dass sie vielleicht in 20 Jahren dann als Prinzenpaar hier oben stehen würden. Dann wurden Louis die Federn und das Zepter abgenommen.

Auch bei Axel und Thorsten sollte die Entfederung stattfinden. Hierzu knieten sich die beiden, damit der OB es leichter hatte. Als dieser versuchte gleichzeitig die Federn aus den Mützen zu nehmen, hatte er nicht die Federn, sondern beide Mützen in der Hand. Er sah es so, als ob die Federn mit Kleber festgemacht waren. Mit Hilfe der Adjutanten Dieter Lichtenhahn und Stefan Neus wurden die Federn dann etwas gelockert und die Entfederung konnte vorgenommen werden. Ebenfalls mussten Axel und Thorsten ihre Zepter abgeben.

Dann sollte der Hoppeditz geweckt werden. Es wurde ein großes Schild mit dem Zeichen des Corona-Virus auf die Bühne gerollt. Es war ein lautes Schnarchen zu hören, welches vom Hoppeditz stammte, der die beiden letzten zwei Jahre im Alten Zeughaus geschlafen hatte. Auf die mehrfachen Rufe von Thomas Schmitz und dem Publikum sprang dann Niklas Quade aus seinem Bett. Er begrüßte zusammen mit Schmitz in Reimform die Karnevalisten. Mit OB Heinrichs erklärte er dann die Session für eröffnet und trug sein schon bekanntes Hoppeditz-Lied vor.

Weiter ging es im Programm mit der Großen Rheydter Prinzengarde. Präsident Dieter Beines stellte die einzelnen Gruppen seiner Garde vor. Als erstes trat das Tanzcorps auf, das mit dem Gesellschaftslied „Wir sind die Garde in schwarz-weiß“ auf die Bühne marschierte und ihren neuesten Tanz präsentierte. Trotz eines technischen Defekts tanzten die Mädchen und Jungen zuerst weiter. Nachdem der Fehler dann behoben war, ging es noch einmal von vorne los, was einen besonderen Applaus verdient hatte.

Als nächstes folgen die Rheer Knöppkes sowie die Garde-Girls jeweils im neuen Outfit und mit neuen Tänzen.

Natürlich durfte auch Musik nicht fehlen. Hierzu hatte der MKV die Band „Echt Lekker“ verpflichtet. Diese 5 Vollmusiker sind nicht nur in Mönchengladbach und Deutschland bekannt, sondern auch im benachbarten Ausland. Sie heizten mit ihren Musikstücken noch einmal so richtig die Karnevalisten auf und sorgten für Karnevalsflair, auf den man so lange warten musste.

Auch das Tanzcorps der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach hatte seine Aufwartung gemacht. Sie zeigten den Solotanz von Cindy Glasmacher und den neuesten Gardetanz. Ebenfalls brillierte das Tanzpaar und zeigte sein Können.

Den Abschluss dieser lang erwarteten Veranstaltung machte noch einmal die Band „Echt Lekker“ und somit ging eine friedliche Sessionseröffnung zu Ende.