Hunderte Trauernde begleiteten das Vierscher-Urgestein Fritz Meies auf seinem letzten Weg

Fritz Meies, der am 20. Juli im Alter von 79 Jahren nach Krankheit verstorben war, gab ein langer Trauerzug die letzte Ehre. Der bekannte Politiker wurde dort beerdigt wo sein Herz zu Hause war – im Bockert.

Foto: Rheinischer Spiegel

Viersen – Der CDU-Ratsherr, Kreistagsmitglied und Gründer des Vereins „Freunde von Kanew“ hat Viersens Geschichte über viele Jahrzehnte aktiv mitgestaltet. Sein Tod kam nicht plötzlich, er war das Ende einer langen Krankheit und riss eine große Lücke in die politische Landschaft der Mispelstadt. Die Trauerrede, die fast einem Lebenslauf glich, gestaltete Pastor Roland Klugmann, begleitet von hunderten von Gästen, für die nicht alle ein Platz in der Kirche gefunden werden konnte. Sie alle erwiesen Fritz Meies die letzte Ehre bei hochsommerlichen Temperaturen, weshalb vor der Kirche Getränke gereicht wurden.

Der Viersener verstarb am 20. Juli im Alter von 79 Jahren. Rund 43 Jahre – seit 1975 – war der Verstorbene im Kreistag politisch aktiv, gehörte der CDU seit 1965 an. Über den Vorsitz der Jungen Union, den Vorsitz des CDU Stadtverbandes, den Rat und den Kreistag, war er ebenfalls Vorsitzender des CDU Kreisverbandes von 1997 bis 2003. „Unsere Gedanken sind bei seiner Ehefrau, seinem Sohn und dessen Familie“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Sein jahrzehntelanges Engagement ist herausragend. Er hat tiefe Spuren im Kreis Viersen hinterlassen.“
Von Beginn an gestaltete Meies nach der kommunalen Neugliederung die Politik im damals jungen Kreis Viersen maßgeblich mit. „Als Lehrer lagen ihm die Themen Bildung und Ausbildung sehr am Herzen. Auch für den Aufbau der Wirtschaftsförderungsgesellschaften setzte er sich mit Nachdruck ein“, sagt Coenen. Bei aller Verbundenheit zu seiner Heimatstadt Viersen hielt er bei seinem politischen Engagement auch stets den gesamten Kreis im Blick. Bestes Beispiel: Bei der Neuaufstellung der Landschaftspläne setzte sich Meies mit Nachdruck für den Schutz vieler Gebiete ein und führte zahlreiche Gespräche mit Eigentümern vor Ort. Eine Arbeit, die bis heute Früchte trägt, betont der Landrat: „Die gut erhaltene Natur im Kreis Viersen verdanken wir nicht zuletzt den politischen Weichenstellungen dieser Zeit.“

Fritz Meies große Leidenschaft war der Sport. Er brachte nicht nur den Breitensport voran. Auch die Talentförderung war ihm stets ein großes Anliegen. Das innovative „Kreis Viersener Modell“ – eine ganzheitliche Maßnahme zur Bewegungs-, Sport- und Talentförderung – entstand im Sportausschuss unter seinem Vorsitz. Dieses Amt hatte er bis zuletzt inne.

„Wir trauern um einen „großen Viersener“. Fritz Meies hat sich nicht nur in der Partei, sondern in erster Linie für seinen dauerhaften politischen und gesellschaftlichen Einsatz für die Menschen in der Stadt Viersen aber auch im Kreis Viersen verdient gemacht. Er hatte Visionen die er mit seinen standfesten Idealen für eine positive Entwicklung für die Menschen durchgesetzt hat. Die CDU trauert um ihren Ehrenvorsitzenden und ist in Gedanken bei seiner Familie“, so die CDU Viersen.
„Weit über die Region hinaus war Fritz Meies ein angesehener Botschafter für den Kreis Viersen“, sagt Landrat Coenen. Es sei unmöglich, all sein Engagement im karitativen Bereich aufzuzählen. „Herausragend ist aber sein Bemühen in der Kanew-Hilfe.“ Mit den „Freunden von Kanew“ hat Meies eine lebendige Partnerschaft in die Ukraine aufgebaut und viele Jahre geführt. (ots/ik)