Hygiene-Spot zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung vorgestellt

Es ist 10 Uhr morgens in Deutschland und beim Lebensmitteldiscounter an der Ecke geben sich die Kunden die Einkaufswagen in die Hand. Dass laut aktuellen wissenschaftlichen Studien das #Coronavirus bis zu 72 Stunden auf Plastik und Edelstahl überleben kann, darüber wird hier nur selten nachgedacht. Umso wichtiger ist die Hygiene vor Ort, welche mit dem in dieser Woche vorgestellten Hygiene-Spot unterstützt werden soll.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Region – Hierbei handelt es sich um ein unter fünf Meter hohes Modulsystem, welches auf einer Grundfläche von 2 x 2 m über 200 Personen pro Stunde bei vier Auslassstellen die Möglichkeit bieten kann vor oder nach einem Einkauf die Hände zu waschen sowie zu desinfizieren. Die Idee dazu hatten die Firmen MATRIX event & safety aus Kerpen/Eifel und MSB GmbH aus Tönisvorst, die mit einem ähnlichen Produkt bereits beim Weltjugendtag im Erzbistum Köln mit 107 Trinkwasser-Entnahmestellen überzeugten.

„Türme standen in Bonn, Düsseldorf oder Köln“, berichtet Heino Holzemer, MATRIX event & safety. „In der aktuellen Situation haben wir darüber nachgedacht, wie können wir aus der Eventbranche dazu beitragen dem Coronavirus die Stirn zu bieten. Deshalb haben wir das System herumgedreht – jetzt sind es keine Wasserentnahmestellen mehr, sondern Hygienestellen, die neben Wasser auch mit Desinfektionsmittel ergänzt werden können.“
Auf die positiven Erfahrungen während des Weltjugendtages konnte nun zurückgegriffen werden, wodurch das Konzept in kürzester Zeit fertiggestellt werden konnte. Die Türme werden nun deutschlandweit und im benachbarten Ausland den Stellen angeboten, wo Menschen in Hotspots zusammenkommen und die Gefahr der Übertragung steigt.

Sie stellten mit gebührendem Abstand in dieser Woche den neuen Hygiene-Spot vor – v. l. Tobias Haase (MSB-Betriebsleiter), Bernhard Urbach (Geschäftsführer der MSB GmbH) und Geschäftsleiter Heino Holzemer (MATRIX event & safety). Foto: Rheinischer Spiegel

Positiv: Der Gesamtaufwand kann über Sponsoren finanziert werden, denn durch Höhe und Display ist das Handwasch-Center bereits aus der Ferne gut sichtbar und birgt so einen hohen Werbe- und Imagewert. Durch die Höhe wird das Hygienesystem zusätzlich von den Passanten hervorragend wahrgenommen. Die robusten und wartungsarmen Hygiene-Spots werden an Zu- und Abwasseranlagen angeschlossen, die Bedienung erfolgt kontaktlos mit einem kurzen Druck, wodurch das Wasser für dreißig Sekunden in Gang gesetzt wird.

Der erste Hygiene-Spot wurde in dieser Woche bei der Comelit Group S.p.A. in Grevenbroich aufgestellt und dort bereits rege in Gebrauch. Ziel ist es, den Besuchern der Gewerbeeinheit auf der Konrad-Zuse-Straße, in direkter Nachbarschaft zum Lidl-Schulungszentrum, die Gelegenheit zu bieten, sich vor Eintritt in die Gewerberäume die Hände zu waschen.

„Weniger als eine Woche dauert die Herstellung und der Aufbau inklusive der Drucke auf den Planen“, erklärt Bernhard Urbach, Geschäftsführer der MSB GmbH, welche in der Messe-, Show- & Bühnentechnik beheimatet ist. Er weiß wovon er spricht, gilt seine Firma doch bereits seit über 35 Jahren in der Branche als eine der Top-Anlaufstellen. „Von den Türmen sind einige tausend verfügbar, allerdings arbeiten wir zurzeit noch an der benötigten Menge der Armaturen.“ Doch auch hier gibt sich Urbach zuversichtlich.
Hinzu kommen Sonderlösungen in verschiedenen Varianten, ergänzt MSB-Betriebsleiter Tobias Haase, der als Ansprechpartner Interessenten zur Verfügung steht. So kann unter anderem die Höhe variieren und auch weitere Werbeflächen können an der freistehenden Konstruktion angebracht werden. Möglich ist zudem eine Beleuchtung oder eine Beschallung für Durchsagen der Handwasch-Center, die eine Nische in der aktuellen Pandemie ausfüllen. (dt)

Kontakt: MSB GmbH, Tobias Haase (Betriebsleiter), Auffeld 33, 47918 Tönisvorst
Tel. 02158 952222, info@m-s-b.de, www.m-s-b.de