IHK führt Umfrage durch: 69 Prozent der Azubi-Stellen sind noch unbesetzt

Für dieses Ausbildungsjahr sind noch 69 Prozent der Ausbildungsstellen unbesetzt. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein bei rund 450 Unternehmen aus der Region hervor.

Region – Die IHK hatte die Betriebe gefragt, wie viele der für das im Sommer 2021 beginnende Ausbildungsjahr angebotenen Stellen noch offen seien. „Zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr waren 42 Prozent der Stellen noch unbesetzt. Dies zeigt, dass auch der Ausbildungsmarkt in diesem Jahr durch die Pandemie stark unter Druck bleiben wird“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz.

Dieser deutliche Anstieg hat verschiedene Ursachen. Die Pandemie und die Kontaktbeschränkungen erschweren den Kontakt zu möglichen neuen Auszubildenden. Notwenige Bewerbungsgespräche sind nur begrenzt durchführbar und auch Einstiegspraktika können selten angeboten werden. „Die Betriebe erreichen die potentiellen Auszubildenden so nur schwer“, so Steinmetz. Durch die fehlende Öffnungsperspektive für einige Unternehmen wird zudem auch auf Seiten der besonders betroffenen Betriebe abgewartet. Dies betrifft insbesondere das Gastgewerbe, in dem es zudem kaum angebotene Stellen gibt. Steinmetz bekräftigt daher, dass es endlich zu einer Öffnungsperspektive für die besonders betroffenen Branchen kommen muss.

Auch auf der Seite der zukünftigen Auszubildenden herrscht Unsicherheit. Die wirtschaftliche Situation einiger Branchen ist gerade schwierig, so machen sich auch die jungen Menschen bei der Berufswahl Gedanken, ob Sie in diesen Berufsfeldern eine Zukunft für sich sehen. Daher warten Sie bei ihrer Entscheidung länger ab und achten auch auf die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen. „Hinzu kommt, dass pandemiebedingt viele Veranstaltung zur Berufsorientierung nicht oder nur eingegrenzt stattfinden konnten“, fügt Steinmetz hinzu. „Auch hier fehlen Kontakte und Einstiegspunkte.“

Besonders deutlich wird dies im Groß- und Einzelhandel. Hier sind noch 80 Prozent der Stellen frei. Vor einem Jahr war der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen zum gleichen Zeitpunkt noch geringer. Auch bei den Dienstleistern schlägt sich die Situation in der Stellenbesetzung nieder. Bei den Dienstleistern liegt der Anteil an noch nicht besetzten Stellen bei 68 Prozent.

In den produzierenden Branchen ist die Lage noch etwas besser. Der Anteil an unbesetzten Stellen liegt bei 63 Prozent. „Das ist mehr als zum gleichen Zeitpunkt letztes Jahr, liegt damit aber unter dem Durchschnitt in der Gesamtwirtschaft“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. „Unsere Konjunkturergebnisse zeigen, dass auch die Industrie unter der Krise leidet, gerade die Erwartungen für das laufende Jahr sind jedoch weniger pessimistisch als in anderen Wirtschaftsbereichen. Das zeigt sich auch in den Zahlen offener Ausbildungsstellen.“

Die IHK reagiert auf diese neuen Herausforderungen für den Ausbildungsmarkt und bringt mit dem virtuellen Azubi-Speed-Dating, Unternehmen und Schüler zusammen. Mehr als 145 Unternehmen haben sich bereits angemeldet und möchten diesen Weg vom 22. Februar bis zum 19. März nutzen, um ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Schüler laden sich dazu eine App auf ihr Smartphone, in der sie ihre telefonischen Kennenlerntermine bei den Unternehmen direkt buchen können. Kurz vor ihrem Termin erhalten sie dann eine Push-Nachricht auf ihr Smartphone und melden sich zum vereinbarten Termin beim Unternehmen ihrer Wahl. „Damit vereinfachen wir die Ausbildungsplatzsuche immens“, erklärt Steinmetz. (opm)

 

Ein Kommentar

  1. Herr Jürgen Steinmetz IHK Plädiert das durch die Pandemie ein wesentliches an Bewerbungen der Jugend fehlt.
    Das stimmt nicht ganz, denn es wird heute normalerweise alles Online gemacht. und nicht 3 Tage vorher, man soll bedenken, das die Jugend große Fortschritte mit Computern Weltweit sich ein großes Wissen angeeignet haben. Die Dier nach immer mehr ist gestiegen durch unsere Technik. Des weiteren haben wir den jungen Leute das Vorgelebt, was gut sein sollte, und das ist das Studium. Dann folgt eine Ausbildung in irgendeinem Spezialfach oder als Selbstständiger. Natürlich ist am meisten das Abitur, und dann den Bachelor wo man danach den Master draufsetzt. Sollte dann noch eine Begierde in Erfüllung gehen und man ein Ausland Wissenschaftliches Studium Absolviert so hat man den Doktor Titel erreicht.
    Das sind die sehnlichsten Wünsche der jungen Leute.
    Zum zweiten haben wir noch große Firmen in der BRD, aber wir haben nicht mehr die Firmen die gegenüber dem Arbeitnehmer so sozial eingestellt sind ,das den Mitarbeitern Wohnungen oder Häuser zur Verfügung stellten. Das war einmal. Auch das der Arbeitnehmer in verschiedenen Betrieben vom Anfang an bis zur Rente dablieb, ist unwahrscheinlich geworden. Das macht die Lohnpolitik in Deutschland von alleine. Menschen über 55 Jahre sind dem Arbeitgeber im laufe der Jahre zu teuer geworden, entweder werden diese Menschen Entlassen oder kommen in ein Sozialprogramm. Die Firma wird dann Umgestaltet und es werden Menschen mit noch geringeren Löhnen eingestellt bei gleichbleibender Arbeit, ganz zu schweigen vom gewollten Konkurs ohne Abfindung.
    Diese Wahrheit nimmt in der Familie unsere heutige Jugend auf, und sagt sich: ,,so etwas will ich nicht“ mitmachen, dann lieber ein großes Studium dem nichts im Wege steht wenn man möchte.
    Auch sagen viele , wie soll ich mit einem Verdienst eine Familie gründen und ernähren können, wenn ich das Geld nicht verdiene. Und da ist was dran.
    Nach Kriegsende konnte eine Familie mit 3 bis 5 Kinder im Durchschnitt ein gutes Leben führen ohne große Ansprüchen, und ohne das die Frau mitarbeitete. Auch sind wir 14 Tage zur Nordsee gefahren. Es hat auch zu der Zeit doch einmal geheißen: ,, Wochenende gehört der Vater den Kindern“.
    Heute ist das Tabu und deshalb komme ich auf Ihre These Herr Steinmetz darauf zu sprechen, durch die Pandemie können nicht beide immer Arbeiten gehen, wenn Schulen und Kinderhorte zu sind, jetzt treten große Problemen auf die bewältigt werden müssen. Zweitens sollte einer Kurzarbeitergeld bekommen oder Hartz vier, fehlt im Geld zu der Familienführung Aufrecht zu halten. Ob Hypothek, oder Miete Kredite, Autounterhalt und vieles mehr für die Kinder und Frau. Sollte einer den Arbeitsplatz verlieren, dann ist das ein Ruin. Das machen täglich die Jugend mit, und möchten das was Ihnen da mitgegeben wurde natürlich zwangsläufig nicht in Ihre Zukunft erleben.
    Deswegen sind früher viele Ausgewandert von verschiedenen Heimatorte, als es der Junge Mensch sah wie eine Armut entstehen kann. Sie wollen Perspektiven mit Sicherheit.
    Da kann man nur lachen wenn Sie solche Erörterung bringen, im Großhandel oder beim Handwerk was seit Jahren auch Stagnieren tut , bedenken sie die Zahlen. Die meisten Berufe im Handel sind doch heute nur noch Einräumen, Auspacken, Etikettieren und Auffüllen das große Angebot, und dieses läuft drunter wie drüber. Wie soll die Jugend mit solchen Voraussetzung nach vorne schauen können; das frage ich mich nur wenn wir Ihnen keine Zukunftsperspektiven in die Hand geben.
    Wir sehen doch immer mehr bei den Bürgermeisterwahlen und auch Oberbürgermeistern, gerade mal über 30 Jahre und Besetzen diese verantwortungsvoll mit viel Eigeninitiative. Und Sie machen Ihre Sachen gut, und die Tendenz ist steigend mit vorausschauendem Denken. Da müssen wir alle Stolz drauf sein.
    Zitat: In Zukunft werden sich die Utopien beeilen, somit sie nicht von der Realität eingeholt werden.

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