IHK NRW begrüßt Ernennung des Sonderbeauftragten für die Fluthilfe

„Die Flutkatastrophe hat uns mit unvorstellbarer Heftigkeit vor Augen geführt, wie schnell das Zusammenleben in unserem Land zusammenbrechen kann. Mit vereinten Kräften aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung müssen wir jetzt den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen voranbringen.“

NRW – „Mit Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer der IHK Nord Westfalen, hat die Landesregierung einen erfahrenen Krisenmanager gewonnen“, freut sich Ralf Stoffels, Präsident von IHK NRW, damit die versprochenen Hilfen bei den Betroffenen schnell ankommen. Dr. Jaeckel hatte in seiner vorherigen Funktion in Sachsen maßgeblich die erfolgreiche Bewältigung des Elbehochwassers im Jahr 2002 und 2013 gesteuert.

„Auch im wirtschaftlichen Bereich hat die Flut immensenden Schaden verursacht. Unternehmen und Selbstständige stehen vor dem Aus, regionale und internationale Lieferketten drohen zu reißen. Vielerorts ist angesichts der Zerstörung noch nicht absehbar, ob die bisherigen Strukturen die Krise überleben werden. Nach ersten Schätzungen aus den betroffenen Regionen rechnen wir allein aus IHK-Sicht mit unmittelbaren Schäden bei den Unternehmen von über 3,1 Mrd. Euro – Produktionsausfälle und langfristige Folgeschäden nicht mitgerechnet“, umreißt Stoffels das historische Ausmaß der Krise.

Foto: LucyKaef/Pixabay

„Noch sind die Aufräumarbeiten im vollen Gange, die Begutachtung der Schäden nicht abgeschlossen. Unser Ziel muss es sein, dass in den betroffenen Gebieten so schnell wie möglich wieder „normale Lebens- und Arbeitsverhältnisse“ herrschen“, formuliert Stoffels den Anspruch aus Sicht der betroffenen Wirtschaft, denn die Zeit laufe weiter. Die Betroffenen benötigen heute Zusagen der von Bund und Land in Aussicht gestellten Mittel, damit sie für den Wiederaufbau planen können. Erst mit einer solchen Perspektive können auch die Hilfen und Spenden an die Betroffenen verteilt werden. Gleichzeitig wird es, damit Nachbarschaften und regionale Wirtschaftskreisläufe nicht auseinanderbrechen, auf eine enge regionale Koordination des Wiederaufbaus ankommen. Daher sei es wichtig mit Dr. Jaeckel einen Koordinator gefunden zu haben, der die gesamtwirtschaftlichen Interessen ebenfalls im Auge hat. „Die IHK-Organisation ist froh, einen ausgewiesenen Experten aus ihren Reihen vorschlagen zu können und begrüßt die Entscheidung Herrn Dr. Fritz Jaeckel zum Sonderbeauftragten zu benennen“, so Stoffels weiter.

Darüber hinaus steht auch die IHK-Organisation bereit, um ihre Unternehmen – von der Suche nach Sachverständigen, Weitervermittlung von Azubis bis zur Beratung zu den Hilfsmaßnahmen oder bei der Suche nach Lagerräumen für einen Überbrückungszeitraum – zu unterstützen.

Anlaufstellen für betroffene Unternehmen aus den Regionen:
IHK Aachen
https://www.aachen.ihk.de/standortpolitik/hochwasserhilfe

IHK Bonn/Rhein-Sieg
https://www.ihk-bonn.de/index.php?id=3787

SIHK zu Hagen
https://www.sihk.de/standortpolitik/hochwasserhilfe

IHK zu Köln
https://www.ihk-koeln.de/Informationen_fuer_von_der_Flutkatastrophe_betroffene_Unternehmen.AxCMS

Bergische IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid
https://www.bergische.ihk.de/hochwasserhilfe (opm/paz)