Im Gladbacher TIG warf Stoppok einen kritischen Blick auf die Widrigkeiten des Alltags

In Hamburg aufgewachsen wurde der deutsche Liedermacher Stefan Stoppok mit seinen Songs „Dumpfbacke“ oder „Tanz – Beweg dein Herz zum Hirn“ in der Musikszene bekannt. Mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet ist seine Zeit als Straßenmusiker lange vorbei, seine Lieder allerdings verbinden heute noch Alltagssprache mit Poesie und klarer Direktheit ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Mönchengladbach – Aus dem Gladbacher TIG – Theater im Gründungshaus wehte Anfang November eine Mischung aus Folk, Rock, Country und Rhythm’n’Blues auf die Straße. Wer hier allerdings mit hektisch Hip-Hop-Tanzbarem gerechnet hatte, der hatte nicht in das Programm geschaut, denn an diesem Abend ergriff Stoppok das Mikrofon.

Der Multiinstrumentalist und Rock-Musiker verbindet Rhythmus mit deutschen Lyrics und einer klaren, ehrlichen Meinung. Fußball-Fanatiker und Herden-Hysterien haben bei ihm keinen Platz. Seinen Standpunkt stellt er klar heraus und begeistert damit seine Fans.

Foto: Rheinischer Spiegel/Maris Rietrums

„Du fängst schwach an, dafür lässt du stark nach. Erzählst die selben Witze wie vergangenes Jahr.
Bild dir bloß nicht ein, du könntest hier überwintern. Die Hose, die du trägst, ist zu weit für deinen Hintern – Dumpfbacke, Dünnbrettbohrer, Weichei, abführn!“ Konsequentes Kurs-Halten zu den höchsten Tugenden spiegelt sich in den eigenen Texten wider. Klar heraus, echt und ohne Schnörkel – ein Abend, der einen kritischen Blick auf unsere Umwelt eröffnete. Unvergleichbar und mitreißend! (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Maris Rietrums