Im Rahser Restaurant „Dito“ bleibt die Küche kalt

Gastronom Ayhan Baksi gehört zu den ersten, die während der Cornona-Krise ihr Restaurant nicht mehr öffnen werden. Nachdem er fast ein Jahr lang aufgrund einer Baustelle direkt vor der Gaststätte keine Gäste empfangen konnte, gab die Corona-Krise nun den letzten Mosaikstein zu einer Schließung hinzu.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Rahser – Auf die mediterranen Köstlichkeiten, die Ayhan Baksi in seiner offenen Küche den Gästen gezaubert hat, wird Viersen nun verzichten müssen. Nachdem er bereits durch eine monatelange Baustelle nur einen eingeschränkten Betrieb anbieten konnte, gab er nun bekannt, dass das Restaurant nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen seine Türen nicht mehr öffnen wird.

Mit viel Leidenschaft und liebe zum genussvollen Essen hatte Gastronom Ayhan Baksi das Dito aufgebaut. In 2017 dann wurden Leitungs- und Straßenbauarbeiten im Rahser vorgenommen, die für den Restaurantbetreiber die Bedrohung seiner Existenz darstellten und sich bis in das Folgejahr zogen. Aufgeben wollte er dennoch nicht, als die Gäste ausblieben, die nicht durch Sand und Erde durch die als Sackgasse ausgeschilderte Baustelle stampfen wollten. Zu Fuß zum Restaurant war mit Stöckelschuhen wie eine Wanderung durch die Sahara.

Rund ein Jahr lang hatte Ayhan Baksi nun Zeit sein Restaurant wieder populär zu machen und ohne eine Reservierung war zuletzt kaum ein Tisch zu bekommen. Doch durch die Corona-Maßnahmen musste der gelernte Koch, der in Italien und in der Schweiz gearbeitet hat, bevor er seit über 25 Jahren die Viersener Gäste mit seinen Kochkünsten begeistert, erneut seinen Betrieb für den Genuss vor Ort schließen. Mit Abholungen hatte Baksi versucht die hohen monatlichen Kosten aufzufangen, doch am Ende blieb nur die schwere Entscheidung einer Schließung. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming