Immobilienpreise im Kreis Viersen bleiben auf hohem Niveau

Welchen Einfluss hat die Corona-Pandemie auf den Immobilienmarkt? Aktuelle Antworten auf diese Frage gibt die Studie „Wohnen in Deutschland 2020“, die der Verband der Sparda-Banken im November 2020 herausgegeben hat. Kim Mines, Filialleiterin der Sparda-Bank West in Viersen, hat mit Blick auf die Entwicklungen vor Ort schon mal eine gute Nachricht.

Kreis Viersen – „Trotz der tiefen Einschnitte in Wirtschaft und Gesellschaft durch Corona zeigt sich der Immobilienmarkt auch bei uns im Kreis Viersen äußerst robust.“ Sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise liegen ungebrochen auf hohem Niveau. Und das wird aller Voraussicht nach auch so bleiben, denn die Bevölkerung wächst und es wird zu wenig gebaut.

Kaufpreise für Wohnimmobilien sind deutlich gestiegen
Die Studie zeigt: Zwischen den Metropolen, den größeren und kleineren Städten und dem ländlichen Raum gibt es deutliche Unterschiede. Das gilt im Wesentlichen auch für den Kreis Viersen: Hier kostet eine Eigentumswohnung im Bestand im Schnitt 2.067 Euro je Quadratmeter (2. Quartal 2020) und damit deutlich weniger als in Düsseldorf (4.133 Euro) oder Köln (3.815 Euro). Kim Mines betont aber: „Auch bei uns haben die Preise für Wohneigentum in den letzten Jahren zugelegt – nämlich um 42 Prozent gegenüber 2009.“

Selbst im Umfeld von Viersen haben die Preise angezogen. Im Rhein-Kreis Neuss zum Beispiel sind sie seit 2009 um 60 Prozent gestiegen. Moderater fielen die Anstiege in Mönchengladbach (35 Prozent) oder Krefeld (35 Prozent) aus. Und eine Eigentumswohnung im Bestand kostet im Rhein-Kreis Neuss heute durchschnittlich 2.704 Euro je Quadratmeter, in Mönchengladbach 1.934 Euro und in Krefeld 2.013 Euro.

Auch wenn die Immobilienpreise im Kreis Viersen auf einem hohen Niveau sind und sogar angezogen haben, empfiehlt Sparda-Filialleiterin Kim Mines: „Wer etwa als junge Familie in Viersen lebt und auf der Suche nach mehr Wohnraum ist, sollte auf jeden Fall auch den Kreis Viersen mit einbeziehen.“ Ein Grund: Während die mittlere Wohnfläche der inserierten Eigentumswohnungen im Kreis Viersen bei 120 Quadratmetern lag, waren es in Düsseldorf zum Beispiel 87 Quadratmeter oder in Mönchengladbach 105 Quadratmeter. Zudem ist die Chance auf ein eigenes Haus in Viersen größer: Der Anteil der Ein- und Zweifamilien- sowie Reihenhäuser an allen Kaufinseraten betrug im Kreis Viersen 65,2 Prozent, in Mönchengladbach dagegen 44,5 Prozent und in Düsseldorf nur 16,7 Prozent.

Knapper Wohnraum treibt die Preise in die Höhe
Aber auch im Kreis Viersen ist der Wohnraum knapp. Die Sparda-Studie belegt: Die Baufertigstellung von 2016 bis 2018 deckte den aktuellen Wohnungsbedarf nur zu 52 Prozent – und ein knappes Angebot gehört zu den wesentlichen Preistreibern am Immobilienmarkt. Das gilt nicht nur für Käufer, sondern auch für Mieter. Im Kreis Viersen zahlen die Mieter beim Einzug in eine Wohnung im Bestand durchschnittlich 6,71 Euro pro Quadratmeter. Mit 7 Prozent gegenüber 2009 fällt der Anstieg zwar geringer aus als bei den Kaufpreisen, aber Mieterhöhungen sind immer möglich. „Das bewegt die Menschen“, weiß Kim Mines aus zahlreichen Kundengesprächen. Und sie verweist auf eine frühere Sparda-Umfrage, die ergab: „Zwei Drittel sehen Wohneigentum auch als Schutz vor Mieterhöhungen.“

Die Menschen suchen eine sichere Wertanlage in unsicheren Zeiten
In Corona-Zeiten hat das eigene Zuhause weiter an Bedeutung gewonnen. Die Filialleiterin beobachtet: „Die aktuellen Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und der Trend zum Homeoffice haben den Wunsch nach Wohneigentum eher noch verstärkt.“ Ein Beleg dafür: Das Neugeschäft der Sparda-Bank West in Viersen bei Baufinanzierungen lag Ende November 2020 bei 10,4 Millionen Euro, die bestehenden Finanzierungen summierten sich auf rund 69,4 Millionen Euro.

Filialleiterin Mines zieht mit Blick auf die Studienergebnisse ein positives Fazit: „Der Markt für Wohneigentum zeigt, wie wichtig den Menschen eine Immobilie als sichere Wertanlage in unsicheren Zeiten ist. Wir unterstützen unsere Kunden mit individueller Beratung und maßgeschneiderten Finanzierungen – und die sind aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase weiterhin äußerst günstig.“ (opm)