Impfzentrum Aachen – Betrugsvorwurf gegen vier Personen

Im Impfzentrum (IZ) Aachen ist es am gestrigen Mittwoch zu einem Polizeieinsatz gekommen. Anlass war der dringende Verdacht auf möglichen Betrug bei insgesamt vier Mitarbeiter*innen des Impfzentrums.

Aachen – Ersten Erkenntnissen zufolge wurde bei den betreffenden Personen im Rahmen des gestrigen Einsatzes unter anderem jeweils eine hohe Anzahl ausgedruckter Blanko-Impfzertifikate sichergestellt. Es besteht derzeit der Verdacht, dass diese Blanko-Zertifikate für den späteren Zweck des illegalen Weiterverkaufs entwendet wurden.

Die KV Nordrhein steht mit den ermittelnden Einrichtungen der Polizei und Staatsanwaltschaft Aachen in engem Kontakt und wird diese bei der weiteren Aufklärung im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Kräften unterstützen. Aktuell bleiben weitere Ergebnisse aber abzuwarten. „Ich kann mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Aachener Impfzentrums, denen die Unregelmäßigkeiten aufgefallen sind, für die unmittelbare Verständigung der Polizei nur bedanken. Im Sinne aller Beteiligten erwarte ich eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse“, sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Bei allen, mittlerweile vom Dienst freigestellten, vier Personen handelt es sich um Arbeitskräfte von zwei externen Personaldienstleistern, die im Auftrag der KV Nordrhein im IZ Aachen mit Aufgaben der Impfdokumentation befasst waren. Für diese und andere Tätigkeiten in den Impfzentren kooperiert die KV Nordrhein seit Betriebsbeginn der Zentren Anfang 2021 im ganzen Rheinland mit entsprechenden Dienstleistern. Im IZ Aachen sind insg. rund 130 der KV vermittelte Mitarbeiter*innen tätig, in ganz Nordrhein greift die KV auf etwas über 2.000 dieser Arbeitskräfte zurück. Bislang ist es in den insg. 28 Impfzentren im Landesteil Nordrhein zu keinem anderen vergleichbaren Fall gekommen. (paz)

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