In Boisheim fiel der Vogel beim 169. Schuss

Bei der St. Petri Bruderschaft Boisheim wirft das Schützenfest in 2020 bereits seine Schatten voraus. Dieses Datum wird für Alexander Holthausen unvergesslich bleiben, denn er errang den Vogel und damit die Ehre des Schützenkönigs beim gestrigen Vogelschuss.

Viersen-Boisheim – Mit einer Messe an der Kapelle in Lind begann für die Boisheimer Schützenbrüder der Tag, von der aus die Teilnehmer gemeinsam zum Schießstand zogen. Hier, bei Optendrenk in Boisheim, wartete bereits in einer ansehnlichen Höhe von acht Metern der Vogel, schließlich feiert die St. Petri Schützenbruderschaft Boisheim 1622 e.V. im kommenden Jahr ihr Schützen- und Heimatfest.

Der 169. war der „goldene Schuss“. Foto: Joachim Müller/Rheinischer Spiegel

Vier Züge und eine Grenadiere-Truppe hatten sich auf die begehrte Trophäe vorbereitet, die ersten drei Ehrenschüsse allerdings gehörten in diesem Jahr Pfarrer Jan Nienkerke, Bezirksbundesmeister Werner Jäkel und Ortsvorsteher Rainer Thielmann (CDU). Die enorme Hitze schien dabei dem Vogel nichts auszumachen, denn er hielt sich beharrlich. Erst beim 169. Schuss fiel der Vogel mit großem Jubel von der Stange, sicherte sich doch Alexander Holthausen mit ihm die Ehre des nächsten Schützenkönigs. Ihm zur Seite werden seine Minister Christian Gotzen und Andreas Toerschen stehen.

Mit zahlreichen Gratulationen, darunter von dem bisherigen König Wilfried Terstappen oder dem neu gewählten 1. Brudermeister Manfred Wynands, endete der Vogelschuss am Abend mit der Kürung des neuen Königs in der Scheune bei Optendrenk. (Sonja Müller/RS-Redakteurin Nadja Becker)

Das neue Königshaus für 2020 steht. Foto: Joachim Müller/Rheinischer Spiegel