In Clörath die Artenvielfalt erhalten – Mit einer Patenschaft für Bienenwiesen

Dort, wo Viersen, Willich und Tönisvorst aufeinandertreffen – dort, wo Niers und Flöthbach fließen, da liegen die Felder des landwirtschaftlichen Betriebes Kerstenhof. Bereits seit drei Jahren bietet der Familienbetrieb die Möglichkeit an Patenschaften für Bienenwiesen zu übernehmen.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Willich/Region – Wer an das Gebiet Clörath denkt, dem fallen zunächst die Clörather Mühle, wunderbare Wanderwege im Naturschutzgebiet Salbruch oder das Storchennest ein, welches im vergangenen Jahr erneut den Nachwuchs von Meister Adebar schützen durfte. Hier, umgeben von grünen Wiesen, liegt der Kerstenhof. Der landwirtschaftliche Betrieb wird seit über einem halben Jahrhundert von der Familie Schmitz bewirtschaftet und lockt, neben seinen Rindern, Schweinen, Pferden und vielen weiteren tierischen Bewohnern, ebenfalls mit einer Ferienwohnung. Erlebnisse auf dem Bauernhof, die bei vielen längst vergessene Erinnerungen auch bei den angebotenen Kindergeburtstagen wieder wachrufen.

Bereits seit drei Jahren bietet Michael Schmitz zudem Patenschaften für eine Bienenwiese von 100 qm an. Eine passende Synergie, denn bereits seit vielen Jahren baut der Familienbetrieb Zwischenfrüchte an und achtet auf eine gute, gesunde Fruchtfolge. Hiermit wird der Erhalt der Artenvielfalt rund um die Niers aktiv unterstützt. So entstand die Idee, die Flächen für Patenschaften anzubieten – gerade einmal 50 Euro im Jahr kosten 100 qm Blühwiese. Die Patenschaften sind nicht nur zu Weihnachten ein beliebtes Geschenk und damit der gelebte Naturschutz auch sichtbar wird, bietet der Landwirt als besonderes „Schmankerl“ ein ausgestelltes Zertifikat an.

Bereits seit drei Jahren bietet Michael Schmitz zudem Patenschaften für eine Bienenwiese von 100 qm an. Foto: privat

Die Saat selbst erfolgt im Frühjahr und die Fläche bleibt bis zum Ende des Jahres erhalten, um auch im Winter eine Ruckzugsmöglichkeit für viele Tiere und Insekten zu schaffen. Wer möchte kann „seine“ Fläche jederzeit besuchen, zudem versendet der Landwirt im Laufe des Jahres mehrere Eindrücke der Blühwiese und der Insektenvielfalt.

Wer das wichtige Projekt für die Region unterstützt, der hilft jedoch nicht nur dem Artenschutz indem ein lebensnotwendiger Lebensraum für viele Insekten und Kleinstlebewesen geschaffen wird. Mit den Blüh- und Bienenflächen entstehen zusätzliche Futterflächen für zahlreiche Wildtiere, darunter Hasen, Rehe und Fasane. Damit sich der Bereich auf natürliche Art und Weise entfalten kann, wird die Fläche in dem jeweiligen Jahr weder organisch noch mineralisch gedüngt, ein bedeutender Pluspunkt für den Gewässerschutz und ein farbenfrohes Bild, welches den Niederrhein so faszinierend macht.

Gerne steht Landwirt Michael Schmitz bei allen Fragen rund um eine solche Patenschaft zur Verfügung. Interessierte können sich direkt an die Familie Schmitz vom Kerstenhof wenden (Clörath 4, 47877 Willich, Tel. 0157 37211149, schmitz.micha@gmx.de, www.kerstenhof.de) (nb)