In Süchteln ging es um die Möhren und den guten Zweck

Möhren schälen kann gefährlich sein, es bringt aber auch einen fantastischen Spendenerlös ein – am Ende waren es 1.666 Euro, die verschiedenen Vereinen zugutekommen.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Süchteln – Zu den närrischen Süchtelner Highlights gehört traditionell das Möhrenschälen, das in diesem Jahr durch den Zusammenhalt der gesamtstädtischen Prinzenpaare einen Spendenrekord einbrachte. Die Möhren lagen bereit und zum Süchtelner Prinzenpaar gesellten sich tatkräftig auf die Bühne die großen Tollitäten aus Dülken und Süchteln sowie Elias I., der Süchtelner Kinderprinz, der von seiner Prinzessin fleißig angefeuert wurde. 11 Minuten und 11 Sekunden ging es um die Möhren unter dem Beifall zahlreicher Karnevalisten, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Dabei musste Gregor I., der hochwohl“geborene“ Süchtelner Karnevalsprinz zeigen, dass er doch rotes und kein blaues Blut hat, ein kleiner Rückschlag der unverzüglich von seiner selbst leicht angeschlagenen Prinzessin mit einem Pflaster behoben werden konnte. Vier 25-Kilo-Säcke und 808 Möhren zählen die Initiatoren Helmut Schatten und Rainer van de Venn am Ende, die mit 1,11 Euro pro Möhre einen fantastischen Spendenbetrag von 896,88 Euro ergaben – eine für die Süchtelner untragbare krumme Zahl.

In der Pause zwischen den Möhrenschälacts ergriff Moderator Detlef Belk die Gelegenheit selbst die Stimmung im Saal mit einigen Liedern anzuheizen, perfekt für ein Schälduell zwischen dem Vorstand des Süchtelner Festausschusses und dem Boisheimer Prinzenpaar, die in ihren Überziehern ein wenig an die Ghostbusters erinnerten. Die Herausforderer aus Boisheim hielten sich gut auf dem heimischen Spielfeld der Süchtelner, die durch das jahrelange Training begünstigt waren und das Ergebnis mit dem schönen Wort „Unentschieden“ wurde von beiden Seiten anerkannt.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Zeit genug um nochmals über den Spendenbetrag nachzudenken, der um 365,50 Euro aufgestockt wurde – dem Erlös aus dem Muurejubbel-Essen von Mit-Initiator Rainer van de Venn. 40 Euro steuerte zudem das Dülkener Prinzenpaar bei und auch die Firma Puller gab ihren Teil hinzu bei dem am Ende stolze 1.666 Euro und ein neuer Spendenrekord standen die der Jugend-Tanzgarde des Süchtelner Festausschusses, dem Shanty-Chor der Gruppe Miteinander-Füreinander und der Lebenshilfe zugutekommen.

Überhaupt hatten sich die Süchtelner wieder einiges einfallen lassen und so zeigten nicht nur die Süchtelner Tanzgarden sowie das Süchtelner Solomariechen ihr Können, wobei die Kleinen den Großen „eng auf den Fersen sind“, haben sie doch bei einem Tanzturnier in Oedt im November den dritten Platz belegt. Dezimiert dagegen die Brüggener Burggarde in blau, die krankheitsbedingt mit „nur“ 55 Tänzern in Süchteln zu Gast war und auch aus Eicken gab es tänzerische Unterstützung mit der EKG Schöpp op in ihren künstlerisch rot-weißen Ornaten. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming