In der Tsipourádiko „Το Μονοπάτι“ wird für gute Freunde gekocht

Im Juni hat die Familie Michielis unweit des Meeres in der griechischen Studentenstadt Volos die neue Tsipourádiko „Το Μονοπάτι“ eröffnet. Erst vor wenigen Monaten waren Theocharis Michielis, Sofia Lampraki Michieli und Eirinarchos Michielis vom Niederrheinischen Viersen aus zurück nach Griechenland gezogen, um einen gemeinsamen Weg zu beschreiten.
Von RS-Redakteurin Sofia Papadopoulou

Volos/Viersen – Sie gilt als Perle des Pagasitischen Golfs und zu den schönsten Gegenden Thessaliens, die Region um Volos. Bekannt ist der Landstrich im Schatten des legendenhaften Zentaurenberges, von wo einst sogar die Argonauten in See gestochen sein sollen, für seinen Tsipouro, der traditionell mit Mezé serviert wird.

Diese genussvolle Tradition reicht weit in das 19. Jahrhundert zurück und ist das kulinarische Wahrzeichen der griechischen Hafenstadt Volos. Mehr als 600 Tavernen soll es in den verschlungenen Gassen geben, in denen traditionell nicht nach Karte bestellt wird, sondern ein Tresterbrand mit oder ohne Anis. Zu jedem Tsipouro wird eine Mezé, ein Teller mit stetig wechselnden Kleinigkeiten gereicht. Jede Mezé ist unterschiedlich und neben der Region natürlich von der jeweiligen Küche abhängig – gegessen wird, was auf den Tisch kommt. In den Tsipourádika kommt man zusammen, zum Gespräch, zur Pause, zur Gemütlichkeit.

Ganz frisch hat das „Το Μονοπάτι“ der Familie Michielis in der Nähe der Hafenmeile geöffnet. Ursprünglich aus Volos stammend, haben sie in den vergangenen Jahren in der niederrheinischen Stadt Viersen gelebt und sind nun in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Der Rheinische Spiegel war gerne zu Gast und überbrachte Glückwünsche zur Eröffnung. Sofia Lampraki Michieli, Eirinarchos Michielis sowie Theocharis Michielis haben sich gemeinsam mit ihrer Tsipourádiko (Το Μονοπάτι, Κανάρη 2, 38222 Volos, Griechenland, Facebook) selbstständig gemacht. Geöffnet ist von 12:00 Uhr mittags bis 24:00 Uhr in der Nacht, dann, wenn die Griechen typischerweise zusammenkommen. Während Eirinarchos den Service übernimmt, zaubern der gelernte Koch Theocharis Michielis und Sofia Lampraki Michieli die kleinen Köstlichkeiten – nicht für Gäste, sondern immer für gute Freunde.

„Jeder hat seinen Weg, den wir nun verbinden“, lächelt Theocharis Michielis. „Wir versuchen mit unseren Gästen einen Weg gemeinsam zwischen den kulinarischen Einflüssen von Kreta und dem Pilion zu gehen.“ Ein Weg der sich im Namen und im Logo der bereits jetzt Tsipourádiko widerspiegelt. Neben den typischen Mezé, werden besondere Kleinigkeiten von Dakos, einer kretischen Vorspeise, bis hin zu gefüllten Weinblättern, einer hauseigenen Feta-Kreation oder Tigania, einer kräftigen Fleischpfanne angeboten.

Theocharis Michielis hat in griechischen Sterneküchen gelernt, die mit dem goldenen Küchenhut ausgezeichnet wurden. In Athen hat er heute bekannte Küchen beim Aufbau unterstützt, nun möchte er in seiner eigenen Küche zaubern. „Ich möchte nicht die typischen Tellergerichte für Touristen präsentieren“, ergänzt er, „sondern ich möchte, dass jeder, der unsere Gerichte kostet, die verschiedenen Gewürze und Gerüche meiner Heimat auf eine genussvolle Weise erfahren kann. Eben kochen für gute Freunde.“ (sp)

Theocharis Michielis, Sofia Lampraki Michieli und Eirinarchos Michielis haben gemeinsam die Tsipourádiko „Το Μονοπάτι“ in Volos eröffnet. Foto: Rheinischer Spiegel