Jahreshauptversammlung des Mönchengladbacher Karnevalverbandes

Seit vielen Jahren wird diese Versammlung im Saal der Gaststätte „Alt Eicken“ durchgeführt. In diesem Jahr ist alles anders. Die Karnevalisten trafen sich im Hangar des Flughafens Mönchengladbach.

MKV-Vorstand

Mönchengladbach – Nachdem in den letzten Tagen bundes-, landes- und städteweit täglich eine neue Sau durchs Dorf getrieben wurde, bemüht sich der Mönchengladbacher Karneval um eine gelassene aber konsequente Haltung. Die Gesundheit aller vom Feiern Betroffenen hat allerhöchste Priorität.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Deshalb sollte die diesjährige JHV des MKV viele anstehende Fragen klären und deshalb unter allen Hygiene- und Abstandsregeln trotz Pandemie sattfinden. So gelang es, dass durch die guten Kontakte zum weiterregierenden „Bindestrich“ PrinzenPaar Axel I. und Niersius Thorsten im Hangar des Flughafens Mönchengladbach am 20. August 2020 diese mit ca. 100 Personen aus 36 Gesellschaften auf 1180 Quadratmetern stattfinden konnte.

Gert Kartheuser

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Gert Kartheuser, der Totenehrung und anderen Formalitäten kam es zum Bericht des Vorsitzenden. Dieser erinnerte an eine äußerst erfolgreiche Vorcoronasession. Angefangen vom Hoffest 2019 bis zum Fischessen 2020 blickte man auf eine in vieler Hinsicht außergewöhnliche Session zurück, die allen in sehr angenehmer Erinnerung bleiben wird.

Der noch leere Hangar

Danach gaben zunächst der Schatzmeister seinen Kassenbericht und dann die Kassenprüfer ihren Prüfbericht ab. Diese empfahlen die Entlastung von Vorstand und Schatzmeister, was dann auch einstimmig von der Versammlung geschah.

Der Vorstand erhielt dann bei zwei Gegenstimmen die Ermächtigung, eine Satzungsänderung zu erarbeiten, die die Wahl von Stellvertretern des geschäftsführenden Vorstands ermöglicht.

Anschließend gab es vier Wahlen, bei denen die Amtsinhaber/innen bei insgesamt nur einer Gegenstimme wiedergewählt wurden.

So bleiben im Amt:

  • Hofmarschall – Christian Ernst,
    Fachbereich Freundeskreis – Martina Weise,
    Fachbereich Kinder- und Jugendkarneval – Dagmar Gaden und
    Sitzungspräsident – Willi Kleuser.

Lebhafter wurde es dann unter Punkt 15, Austausch mit den KGs über die Abläufe der Session 2020/21 und der aktuellen Situation. Einig waren sich alle, dass die Gesundheit aller immer Vorrang hat. Der MKV wies noch einmal daraufhin, dass bis zum Ende des Jahres alle Saalveranstaltungen abgesagt sind und auch Freiluftveranstaltungen wie das Hoppedizerwachen nicht wie gewohnt stattfinden können. Hier arbeitet man noch an einem kreativen Konzept mit stark begrenzter anwesender Teilnehmerzahl allen Mönchengladbacher Bürgern ein „Dabeisein“ zu ermöglichen.

Was den VDZ angeht, kann man sich ein Stattfinden derzeit nicht vorstellen. Die Stadtgarde mahnte eine schnelle Entscheidung an, weil im September die Hauptarbeit anfällt. Ein Vorschlag des Ehrenvorsitzenden Bernd Gothe, den Zug zu entzerren und von Odenkirchen bis Neuwerk ziehen zu lassen, traf auf keine Gegenliebe.

Durchweg alle Gesellschaften waren der Meinung, dass es besser wäre die Veranstaltungen ausfallen zu lassen. Während einige kleinere wie die Wanloer Ströpp und die Menrather Sankhase bereits alles abgesagt haben, aber darauf hinwiesen, dass bei kleineren Vereinen auch schon der Verlust von 6000 € zum Ruin führen könne, wiesen größere Gesellschaften darauf hin, dass für sie deutlich höhere Verluste anständen. Hier gehe es teilweise um sechsstellige Beträge.

Alle sehen die Verantwortung bei der Politik und hoffen auf eine schnelle Absage von oben, damit der größte Schaden von allen Gesellschaften abgehalten würde. Der Karneval darf auf keinen Fall den Kontakt untereinander, aber auch nicht zu den restlichen Teilen der Bevölkerung verlieren. Ein schnelles und konsequentes Wort aus Düsseldorf tut dringend Not.

Zusammengefasst kann man sagen, dass über 95% der Gesellschaften auf ein Verbot aus Düsseldorf hoffen und warten.

Am Ende ging Bernd Gothe darauf ein, dass wieder Bewegung in die Thematik Wagenbauhalle kommt.

Mit der Hoffnung, 2021/22 wieder eine normale Session feiern zu können und den Wünschen des Vorsitzenden Gert Kartheuser für gute Gesundheit aller Anwesenden und nicht Anwesenden endete die Veranstaltung.