Jrön-Wette Jonges: Die Nacht ist nicht zum Schlafen da

Es ist gute Tradition, dass die karnevalistische Session in Alt-Viersen mit der Galasitzung der Jrön-Wette Jonges startet.

Viersen – Die Karnevalisten waren gerne im Ev. Gemeindehaus an der Königsallee zusammengekommen, um in die 5. Jahreszeit mit der KG Jrön-Wette Jonges 1953 e. V. zu starten. Wobei die Sitzungspräsidenten Dr. Günter Weinforth und Roman Schulz gewohnt zunächst das Viersener Prinzenpaar auf der Bühne begrüßten, welches zwischendurch noch einen Abstecher ins Rahser machte. Stilecht natürlich vom Regimentsmusikzug eingespielt und in Begleitung der Prinzengarde, die nach dem Lied der Tollitäten „mit Föhnfrisur und Dauerwelle“ ihren neuen Sessionstanz und die Zugabe auf die Bühne brachten.

Die Jrön-Wette Jonges, die 1953 ursprünglich als Karnevalsabteilung des VfL Grün-Weiß an einem Kameradschaftsabend gegründet wurde, präsentiert mit ihrer Galasitzung eine der beliebtesten Veranstaltungen der Stadt und hatte sich einiges einfallen lassen. Volker Weininger, Zollhuus-Colonia, Fritz Schopps et Rumpelstilzche, die Schlebuscher, Swinging Fanfares und Knallkopp Dieter Röder hatten sie nach Viersen geholt, als Stargast brachten die Rabaue den Saal zum lauten Mitsingen und Schunkeln.

Für das langjährige Engagement seit 1988 im Verein war KLN-Vizepräsident Werner Zok für Richard Penke angereist, im Gepäck den silbernen BDK-Verdienstorden, der feierlich auf der Bühne verliehen wurde.

Doch es blieb nicht die einzige Ehrung, denn zu ihrem diesjährigen Ehrensenator kürte die Gesellschaft mit Bernhard Uebel „ne echte Vierscher Jong“. Beruflich zu Hause im Garten- und Landschaftsbau, wurde ihm der Karnevalsvirus schon in die Wiege gelegt. Seine Eltern Horst und Magdalene waren 1995/96 das Prinzenpaar der Narrenherrlichkeit Viersen, so ist es nicht verwunderlich, dass Bernhard Uebel ebenfalls dem närrischen Brauchtum verfiel, war die gute Seele im Hintergrund des elterlichen Prinzenspiels. Er begann als passives Mitglied der Blau-Wette-Jonges, wurde Ehrensenator der Roahser Jonges und der KG Helenabrunn, hier übernahm er zudem einige Zeit den Vorsitz. Die Sommermonate überbrückt er, wie es sich im Bockert gehört, bei den Schützen. Der diesjährige Orden der Jrön-Wette stammt aus seiner Feder und die roten Rosen für die Herzen der Damen hatte er ebenfalls mitgebracht.

Schon jetzt lohnt es sich den 5. Januar 2019 im Kalender rot einzutragen, denn dann feiert die Gesellschaft närrische 6 x 11 Jahre und holt neben den Domstürmern sowie Christian Pape auch Lutz Kniep und weitere Highlights nach Viersen. (dt)