Jubiläumsausstellung Schwarz-Gold Rheydt in der Stadtsparkasse

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde die Ausstellung der Jubiläumsgesellschaft Schwarz-Gold Rheydt für 11 x 11 Jahre = 121 Jahre in der Stadtsparkasse Rheydt eröffnet.
Von RS-Redakteurin Marlene Katz

Mönchengladbach-Rheydt – Bernd Ormanns in Begleitung von Harald Wiedera und Stephan Baack von der Stadtsparkasse gratulierte der Gesellschaft zum Jubiläum. Er begrüßte das Prinzen-Paar, das Kinderprinzenpaar, Gert Kartheuser vom MKV sowie alle Mitglieder der Gesellschaft, stellvertretend für diese den Präsidenten Thomas Schmitz.

Er hob hervor, dass viel Mühe in einer solchen Ausstellung stecke, die an die Vergangenheit und nahe Vergangenheit erinnert. Sie zeigt weiter die lange Historie der Gesellschaft auf.

Dass Stadtsparkasse und Karneval gut zueinander passen, ergibt sich daraus, dass es den Prinzen-Empfang gibt, die Malwände bis zur Prämierung der Fußgruppen. Schwarz-Gold zeichnete sich bisher immer mit tollen Kostümen aus und haben dafür viele Preise erhalten.

Es zeichnet die Gesellschaft aus, da die Kinderprinzessin Theresa aus ihren Reihen kommt sowie drei Mitarbeiterinnen der Sparkasse ebenfalls Mitglied bei Schwarz-Gold sind.

Die Mariechen der Gesellschaft zeigten dann ihren neuesten Gardetanz und hervorragend ankam, obwohl er wegen eines Ausfalls umgestellt werden musste.

Thomas Schmitz begann seine Rede mit dem Dank an die Stadtsparkasse. Auf seine damalige Frage, ob man hier eine Ausstellung präsentieren dürfe, kam von dieser das sofortige „Ja“.

Er beschrieb das Entstehen der Gesellschaft wie folgt: Sie ist aus einem Gesellenverein hervor gegangen, denn Ende des 19. Jahrhunderts fanden diese den Karneval zu feiern ganz toll. Mit Theaterstücken aus dem Millowitsch-Theater machten sie den Leuten viel Freude. Somit gründete sich dann 1899 die älteste Karnevalsgesellschaft in Rheydt.

Bereits 1912 gab es einen Hausfrauennachmittag und Bilder des Elferrates von 1927 sind ebenso überliefert wie die Mütze, die sie damals getragen haben.

Mit dem politischen Umbruch 1934 wurde es wegen des katholischen Ursprungs dann ziemlich schwer und da die Gesellschaft im Rheydter Süden zu Hause war, bewahrte man mit dem Symbol „SS“ im Namen den Schein nach außen. Denn ausgesprochen hieß es lediglilch „Sonniger Süden“ Rheydt und so konnte man auch während der Kriegszeit feiern.

Nach 1945 begann der Neubeginn unter dem Namen „Große Karnevalsgesellschaft der Kolpingfamilie Rheydt“. Mit bescheidenen Mitteln ging es weiter und auch die Programme wurden damals schon aus eigenen Reihen gemacht.

1950 gab es dann wieder eine Namensänderung und so wurde die Karnevalsgesellschaft Schwarz-Gold Rheydt geboren.

Ein besonderer Gruß ging an Bernd Gothe, der im Jahre 1960 zum ersten Mal mit seinen Eltern die Sitzung der KG besucht und bis heute an jeder Veranstaltung teilgenommen hat. Auch ist er seit 34 Jahren Ehrensenator der Gesellschaft und das zeigt eine tiefe und enge Verbundenheit zur KG.

In Bezug auf Willy Beines wandte er sich an Horst Beines. Dieser war ein enger Freund der schwarz-goldenen Familie und er sowie Walter Langen taten alles für den Rheydter Karneval und noch viel mehr. Diese Freundschaft ist bis heute geblieben und Schmitz wünschte sich, dass es hoffentlich immer so bleibt.

Dann ging der persönliche Dank von Schmitz an eine Person, der er es leider nicht mehr persönlich sagen konnte. Doch er hoffte bzw. er wußte, dass er ihn hört und sieht sicher von ganz weit oben zu. Damit war Manfred Breuer gemeint, er hatte Schmitz sehr viel beigebracht und ihn auf das Amt des Präsidenten lange Zeit vorbereitet. Ohne seine Tipps und ohne seine Ideen würde er bzw. alle hier nicht stehen. Auch das Lieblingslied von Breuer „Am Rosenmontag bin ich geboren“ wird heute noch gerne gesungen und dabei an ihn gedacht.

Seine Rede endete mit den Worten, „Ich bin froh und stolz Mitglied dieser tollen schwarz-goldenen Familie zu sein“.

Schmitz war stolz, den ehemaligen Prinzen Franz-Josef Wirtz, der ebenfalls aus der Gesellschaft ist und vorletzter Prinz der Stadt Rheydt im Jahre 1983/74 war, begrüßten zu dürfen. Dieser überreichte Schmitz das Original seiner damaligen Rede sowie ein Festheft aus dieser Zeit für das Archiv der Gesellschaft.

Dann wurde das Gesellschaftslied von sechs jungen Damen der Gesellschaft vorgetragen und zwar von Michaela, Nicole, Bianca, Loraine, Laura und Kathrin.

Jetzt hatten das Prinzen-Paar Axel und Thorsten sowie das Kinderprinzenpaar Louis und Theresa ihren Auftritt.

Axel begrüßte die Gäste und versprach, an diesem Abend bei der Gesellschaft zu bleiben. Er bedauerte nochmals, dass sie den Empfang leider verlassen mussten. Aber er vermisste auch ein Gründungsmitglied, denn bei Schwarz-Gold weiß man das nicht so genau. Er genießt den familiären Esprit, den diese Gesellschaft ausstrahlt und man merkt, dass sie Spaß am Karneval haben. Er gab der KG auf den Weg, macht weiter so.

Thorsten führte an, dass Axel schon alles gesagt habe. Kennengelernt hat er die Gesellschaft in einer anderen Funktion. Als sie damals angekündigt wurden, haben alle nur geguckt und gedacht, die sind bestimmt anstecken. Aber bei Schwarz-Gold war es anders und das ist es, was euch ausmacht.

Dann kündigte Thorsten Mister Gert Kartheuser an. Dieser hatte bereits beim Empfang gratuliert und hob besonders hervor, dass Thomas Schmitz der Motor in der Gesellschaft sei. Er wünschte der Gesellschaft nach den 11 x 11 Jahren, dass es so weiter nach oben geht.

Das Kinderprinzenpaar Louis und Theresa freuten sich dort zu sein und hoffen, dass die Tradition weiter fortgeführt wird. Theresa ist besonders stolz Mitglied dieser Gesellschaft zu sein, freut sich auf alle Veranstaltungen und ganz besonders auf den bunten Nachmittag.

Mit dem Gemeinschaftslied der Prinzenpaare „mer bruche keine der uns sät“ endete diese kleine aber feine Eröffnung der Ausstellung.