Kampfmittelsuche in Süchteln: Pumpen laufen – Stadt bereitet sich auf möglichen Bombenfund vor

Bei der Auswertung von Daten aus einer Sondierung im Süchtelner Baustellenbereich Bruchstraße/Hafenstraße/Niederstraße haben sich Verdachtsfälle ergeben. Hier baut die NEW seit einiger Zeit an einem neuen Kanal. Weil bei einem Fund ebenfalls die Patienten aus dem Süchtelner St. Irmgardis-Krankenhaus evakuiert werden müssen, wird ab Ende der Woche ein Notkrankenhaus am Dülkener Ransberg eingerichtet.

Viersen-Süchteln – Bei der Auswertung von Daten aus einer Sondierung im Baustellenbereich haben sich zwei Verdachtsfälle ergeben, einer davon in sieben Meter Tiefe. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird nun untersuchen, was dafür gesorgt hat, dass die Metalldetektoren etwas anzeigten. Das kann eine nicht explodierte Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg sein, ebenso gut aber auch irgendein anderer Gegenstand aus Metall. Typische Funde bei solchen Prüfungen sind etwa Schubkarren, Metallbadewannen oder auch Leitungen und anderer Abfall, der irgendwann verbuddelt wurde.

Sollte es sich um einen Blindgänger handeln, fällt  das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln in die Evakuierungszone, weshalb die Stadt Viersen ab Freitag, 7. Februar ein Notkrankenhaus am Dülkener Ransberg in der dortigen Sporthalle einrichtet, ab Mittag steht die Halle nicht mehr für andere Aktivitäten zur Verfügung. Hierzu werden ebenfalls Parkplätze gesperrt. Der Kampfmittelbeitigungsdienst wird im Laufe der nächsten Wochen prüfen, was dort gefunden wurde.

Bevor nach dem verdächtigen Gegenstand gegraben werden kann, muss zunächst das Grundwasser an dieser Stelle abgesenkt werden. Dazu wurden Brunnen gesetzt und Rohrleitungen verlegt. Die ersten Pumpen laufen seit Mittwoch, 5. Februar 2020. Sobald das Grundwasser den nötigen Stand erreicht hat, geht es an die genaue Untersuchung. Wann genau das der Fall sein wird, steht noch nicht fest.

Bei den jetzt beginnenden Arbeiten wird nur ein Verdacht überprüft. Für Anwohnerinnen und Anwohner oder Menschen, die die Arbeitsstellen passieren, besteht keine Gefahr. Wenn Absperrungen errichtet werden, dann um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen und das eingesetzte Material zu schützen. Die Stadt Viersen veröffentlicht auf ihrer Internetseite ausführliche Informationen rund um die Arbeiten. Diese Informationen werden fortlaufend ergänzt und nach Bedarf aktualisiert.