Bereits um 17.00 Uhr war der Sonnenhausplatz in Mönchengladbach von Karnevals begeisterten Zuschauern gut besucht, die darauf warteten, dass es endlich wieder los gehe. Musikalisch wurden sie von der MKV Show Band unterhalten.
von RS-Redakteurin Marlene Katz

Mönchengladbach – Der MKV-Sitzungspräsident Thomas Schmitz war in seiner Begrüßungsrede ebenfalls froh, dass es endlich wieder los gehen könne. Er bat zusammen mit Bernie (Elke Fünfstück), dem Maskottchen des MKV, begleitet von Jünter (Borussia) und Goldi (SSK-MG) die Traditionsgarde auf die Bühne, die aus Kindern der verschiedensten Karnevalsgesellschaften der Stadt besteht. Sie durften endlich zeigen, was sie in den 2 Jahren Pandemie so vermisst hatten, und zwar ihren neu einstudierten Tanz. Auch durfte der allseits bekannte Bernie-Tanz nicht fehlen.
Inzwischen hatte sich der Aufmarsch (vom MKV-Vorstand liebevoll Brauchtumsprozession genannt) vom Alten Zeughaus Richtung Sonnenhausplatz begeben.

Musikalisch wurde er angeführte vom Tambourcorps Neuwerk. Dann folgten die Standarten der dem MKV angeschlossenen Gesellschaften. Weiter ging es mit der Kinderprinzengarde und dem bereits im letzten Jahr proklamierten Kinderprinzenpaar Marlon und Lea. Natürlich durften die beiden Prinzengarden der Stadt nicht fehlen, und zwar die Große Rheydter Prinzengarde und die Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach.
In mitten der Garde des Oberbürgermeisters, die Gelb-Blauen Funken, war natürlich auch Oberbürgermeister Felix Heinrichs vertreten, der später die offizielle Eröffnung der Session vornahm. Um die Übersicht nicht zu verlieren, zog der MKV-Vorstand als Schlusslicht zum Sonnenhausplatz.
Es war ein wundervolles Bild, alle Vorgenannten gemeinsam auf der Bühne zu sehen, um der Eröffnung beizuwohnen und wieder gemeinsam feiern zu können.
Urplötzlich stand denn mitten auf der Bühne eine weiße Wolke, denn das Motto des Mönchengladbach Karnevals lautet: „Wir schweben auf Wolke 7 2.0“. Auf Geheiß von Thomas Schmitz sprang dann der Stadt-Hoppeditz Niklas (Quade) aus dieser Wolke heraus. Es erfolgte zum Karnevalsauftakt ein Dialog zwischen Schmitz und Niklas und zwar in Reimform.
Niklaus, mittlerweile 14 Jahre jung, steht seit 7 Jahren mit als Stadt-Hoppeditz auf der Bühne, einige Jahre mit seinem großen Vorbild Josef Amend, der leider verstorben ist. Er ist somit der jüngste Hoppeditz im Rheinland. Aber er hatte in diesem Jahr auch wieder, trotz Stimmbruch, ein Lied mitgebracht und zwar „Jetzt fängt der Wahnsinn wieder an“, getextet von Rolf Gaden. Kartheuser versprach Niklas, dass er auch beim kommenden VDZ wieder auf dem Wagen des MKV mitfahren dürfe, was von Niklas mit großer Freude aufgenommen wurde.
Um eine kleine technische Panne zu überbrücken, lies OB Felix Heinrichs einmal vom Publikum und einmal von den auf der Bühne stehenden Personen abstimmen, ob sie Lust auf die Session haben. Die Abstimmung ergab eindeutig, dass sich die ganze Stadt auf den Karneval freut.
Der MKV-Vorsitzende Gert Kartheuser übernahm das Mikrofon und zeigte auf, dass hier auch im letzten Jahr gefeiert wurde, aber eine Woche später dann die Notbremse gezogen wurde. In diesem Jahr sei man optimistischer und bat bei dieser Gelegenheit das designierte Prinzenpaar Stefan und Bianca auf die Bühne.
Weiter führte Kartheuser aus, dass Felix seine Sache in den zwei Jahren als Oberbürgermeister sehr gut gemacht habe. Weiter dankte er dem Prinzenclub Mönchengladbach für die Unterstützung, aber ganz besonders Bernd Gothe, der alles für den Karneval getan habe. Auch ging sein Dank an die Stadtsparkasse Mönchengladbach, die das Brauchtum seit vielen Jahren unterstützt.
OB Heinrichs hatte zwar kein Gedicht auswendig gelernt, und so sprach er daher wie wir es von ihm gewohnt sind, nämlich sehr souverän. Er führte aus, dass auch die Pandemie verbindet, aber Gesundheitsschutz geht vor, egal in welchem Jahr. Sein Appell war, geht nicht zu Veranstaltungen, wenn ihr krank seid. Weiter ging sein Dank an die Vereine, die alles für den Karneval tun und bat die Bürger in den Gesellschaften mitzumachen. Um aber weiter sicher feiern zu können, dankte er der Polizei sowie dem Ordnungsamt für die stetige Unterstützung.
Bevor das designierte Prinzenpaar zu Wort kam gab es einen Zwischenruf: überlegt gut was ihr sagt, denn wir können uns bis nächste Woche noch überlegen, ob wir euch proklamieren.
Prinz (in spe) Stefan war überwältigt von der großen Besucherschar auf dem Sonnenhausplatz und hofft, dass sie endlich am 18.11. proklamiert werden. Auch im letzten Jahr war die Vorfreude groß, aber 3 Tage nach dem 11.11. stand ein Blumenstrauß mit einer Karte vor der Tür worauf stand, es ist alles vorbei. Im letzten Jahr fühlte es sich für ihn so an, als wenn man vor den Altar treten will, aber der Pfarrer ist nicht da. Aber in diesem Jahr ist er sehr optimistisch.
Auch Bianca fand es toll, dass es nun endlich wieder log gehe. Sie sei negativ aufgeregt wenn sie am 18.11. proklamiert werden und hofft, dass sie mit allen den Karneval feiern können.
Kartheuser wies auf die Proklamation hin, die ein Wahnsinnsfest werden würde. Zum Prinzenpaar in spe gewandt meinte er, dass sie sich keine Sorgen wegen der Proklamation zu machen brauchen. Der Oberbürgermeister ist ein feinfühliger Mensch und wird dies auch entsprechend umsetzen.

Dann stand eine besondere Überraschung an. Das Maskottchen Bernie hatte ein Lied parat, das nur für seinen Vater von Rolf Gaden geschrieben wurde. Der Gedanke, dem MKV ein Maskottchen zu geben, stammte von Hans-Peter Jansen. Er tat alles, dass dieser Gedanke auch Wirklichkeit wurde und ist heute noch mächtig stolz darauf. Zusammen mit Bernie tanzte er dann zu diesen Klängen.
Weiter im Programm ging es dann mit dem Kinderprinzenpaar Marlon und Lea sowie der Kinderprinzengarde. Marlon und Lea waren stolz, dass sie das diesjährige Prinzenpaar seien und freuten sich auf die kommende Session. Auch trugen sie ihr Lied vor. Anschließend tanzte die Kinderprinzengarde, in der auch die Beiden aktiv mittanzten.

Timo Schwarzendahl, ein junger Sänger, dem der Karneval bereits in die Wiege gelegt wurde, ist in Mönchengladbach kein Unbekannter. Auch an diesem Abend zeigte er, was in ihm steckt.
Auch die beiden Prinzengarden hatten sich auf diesen Abend vorbereitet. Zuerst die Große Rheydter Prinzengarde. Ihr Auftritt wurde moderiert vom Präsidenten Dieter Beines, der die einzelnen Abteilungen vorstellte. Zuerst tanzte das Tanzcorps in ihren schwarz-weißen Uniformen, dann die Rheer Knöppkes in ihren Eisköniginnen-Kostümen und als Höhepunkt die GardeGirls in ihrem neuen Outfit.

Die Cover- Band Randgebeat sorgte mit ihren kölschen Liedern für die richtige Karnevalsstimmung auf dem Platz. Weiter begeisterten die mit Rock und Pop sowie eigene Songs.
Die Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach war ebenfalls vertreten. Regimentstochter Cindy begeisterte mit ihrem Solotanz sowie auch das TanzCorps. Leider konnte das Tanzpaar aus Krankheitsgründen nicht auftreten. Begleitet wurden sie vom Vorsitzen der Prinzengarde, Frank Wendler, der auch die entsprechende Vorstellung vornahm.
Den Schlusspunkt dieser Veranstaltung setzte die Gruppe „De Mädschere“. Mit den Hits der 80er, 90er und den Hits aus dem Bereich Karneval und Schlager, welche neu interpretiert dargeboten wurden, sorgten sie für eine einzigartige Show. (Katz)




