Kasalla brachte die Party zum Hohen Busch

Die kölsche Band Kasalla ist es gewohnt vor ausverkauften Hallen zu spielen, während sich die Fans tanzend und schunkelnd vermischen, zu einer großen Partytraube verschmelzen. An der Kulturbühne blieben die Gäste zwar an ihren jeweiligen Fahrzeugen stehen – gemeinsam gefeiert wurde dennoch trotz Corona und für wenige Stunden wirkten die letzten Wochen wie weggewischt.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Die Füße blieben nicht ruhig, die Hände ragten in den blauen Himmel. Die Kulturbühne am Hohen Busch war für diese Veranstaltung ausverkauft, denn die Band Kasalla hatte auf ihrer „Et jit Car-Salla“-Tour einen Stopp in Viersen eingelegt. Unter den zahlreichen Gästen viele Karnevalisten, aber ebenso Freunde der kölschen Mundart, die lauthals die bekannten Lieder mitschmetterten. „Alle Jläser huh!“ gab es an diesem Abend musikalisch – Corona lässt grüßen.

Umgeben von Viersens grüner Lunge hielt Kasalla, was die Fans sich von den Kölkschrockern erhofft hatten und boten von Anfang an mitreißende Stimmung. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Das warme Wetter sorgte jedoch zumindest dafür, dass die Fünf nicht nur vor rund 170 „Blechbüchsen“ spielen mussten und die Motorhauben zu Sitzplätzen wurden. Unter die enthusiastischen Gäste hatte sich bei diesem Konzert zudem die Dülkener CDU-Ortsbürgermeisterin und Dreistadtmöhne Simone Gartz gemeinsam mit ihrem Mann gemischt. Die Ratsfrau wünscht sich mehr solcher Acts, denn das herausragende Konzert brachte Jung und Alt zusammen. Ebenfalls Carsten Scholz aus Niederkrüchten, selbst eingefleischter Karnevalist als Präsident des
KV Maak möt, hatte mit seiner Frau zwei der begehrten Karten ergattern können. Nicht nur für sie war der Abend ein absolutes Muss und auch sie reihten sich gerne mit ihren begeisterten Komplimenten in die Stimmen für dieses Event ein.

Gegründet 2011 von Gitarrist und Songwriter Flo Peil und Sänger Bastian Campmann haben die Kölschrocker längst die großen Bühnen erobert und sind mit ihren eigenen Songs heiß begehrt bei den Veranstaltern. Die Fans können ihre Liedtexte im Schlaf mitsingen und es vergeht kein Konzert, auf dem nicht „Stadt met K“ oder „Dausend Leeve“ lauthals mitgegrölt wird.

Unter die enthusiastischen Gäste hatte sich bei diesem Konzert zudem die Dülkener CDU-Ortsbürgermeisterin und Dreistadtmöhne Simone Gartz gemeinsam mit ihrem Mann gemischt. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Durch die Corona-Pandemie hätten die Musiker ihre geplante Tour für den Sommer absagen müssen, die Autokinos allerdings sorgten für eine neue Chance und seitdem tingeln sie durch die ungewöhnlichen Veranstaltungsplätze. Umgeben von Viersens grüner Lunge hielten sie, was die Fans sich von ihnen erhofft hatten und boten von Anfang an mitreißende Stimmung.

Während der Klang aus jedem Radio strömte, sorgten die großen Leinwände für den richtigen Blick auf die Bühne, die doch – je nachdem wo die Ordner einen freien Platz gefunden hatten – etwas weiter entfernt war. Nur eine Handvoll Fahrzeuge hatte sich die erste Reihe sichern können, gejubelt wurde aber aus jeder Ecke des Ascheplatzes. Mit den letzten Sonnenstrahlen und einem tosenden Applaus fand der eindrucksvolle Abend sein Ende, der ein wenig die Strapazen der vergangenen Wochen vergessen ließ – denn trotz der Abstände waren an diesem Abend alle miteinander verbunden. (nb)

Nur eine Handvoll Fahrzeuge hatte sich die erste Reihe sichern können, gejubelt wurde aber aus jeder Ecke des Ascheplatzes. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming