Kassenbonpflicht: „Das ist nicht nur eine Zeitvergeudung, sondern auch umweltpolitischer Irrsinn.“

Wer morgens ein Brötchen kauft, braucht meist keinen Kassenzettel. Ab dem nächsten Jahr sind Geschäfte aber auch für die kleinsten Beträge verpflichtet den Beleg auszudrucken. Das würde alleine im Bäckergewerbe zu fünf Milliarden neuen Kassenzetteln führen.

NRW – „Das ist nicht nur eine Zeitvergeudung, sondern auch umweltpolitischer Irrsinn“, kritisiert der Landtagsabgeordneter Dietmar Brockes die Bundesregierung. Im kommenden Plenum stellt die NRW-Koalition aus FDP und CDU daher einen Antrag, dem Zettelchaos entgegenzuwirken. „Bürokratieabbau ist uns wichtig. Unsere Bäckereien und kleinen Handelsbetriebe im Kreis Viersen sollen sich nicht mit unnötiger Zettelwirtschaft rumschlagen müssen. Deshalb wollen wir eine Ausnahmeregelung schaffen“, fordert Dietmar Brockes.

„Die Abgabepflicht des Kassenzettels ist eine vermeidbare Zeit- und Ressourcenverschwendung. Egal ob der Kunde einen Kassenbon mitnehmen möchte oder nicht, er muss ab dem kommenden Jahr gedruckt werden“, führt Dietmar Brockes weiter aus. Auch im Bundestag hat die FDP-Fraktion ein Änderungsgesetz vorgelegt, um die Bonpflicht zu verhindern.