Keine Glasfaser für private Anschlüsse in Viersen

Glasfaser erhalten in Viersen aktuell nur die Gewerbegebiete in Mackenstein, Hosterfeld und Rahser. Mit großen Werbeplakaten hatte die Viersener Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) für die Glasfaser in Viersen geworben – nicht erfolgreich, denn den Anschluss an private Haushalte wird es in Viersen durch die Deutsche Glasfaser zunächst nicht geben.

Viersen – Die Arbeiten zum Ausbau der Glasfaserversorgung in Viersens Gewerbegebieten haben heute begonnen – nur in den Gewerbegebieten, denn die Nachfragebündelung für private Haushalte verlief laut Information der Stadt Viersen negativ. Die Gewerbegebiete Mackenstein, Hosterfeld und Rahser, zunächst ohne den Kränkelsweg, werden per Glasfaser eine breitbandige Internetanbindung erhalten.
Die Arbeiten der Deutschen Glasfaser im Bereich Mackenstein sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die beiden anderen Gewerbegebiete stehen für das Jahr 2019 auf dem Plan. Die Wirtschaftsförderung ist bestrebt, den Glasfaserausbau in weiteren Gewerbegebieten zu erreichen. Während die Bürgermeisterin von hervorragenden Rahmenbedingungen für den Glasfaseranschluss und für zunächst fünfzig Hektar Viersener Gewerbeflächen spricht, waren ihre Mühen für private Haushalte umsonst. Monatelang warb die Bürgermeisterin auf großflächigen Plakatwänden und mit Projektgruppen – erfolglos. Dennoch hält sich die Deutsche Glasfaser die Möglichkeit zum Ausbau offen, wenn denn irgendwann die nötige Quote nachträglich erreicht würde.

Thomas Küppers, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung bei der Stadt Viersen, sagte, die Stadt sei unverändert bestrebt, die Versorgung mit Glasfaser zu verbessern. Dabei gehe es um den allgemeinen Ausbau, mit dem diese Technik für weite Bereiche der Stadt nutzbar gemacht werden könne.
Er verwies auch auf das Förderprogramm für unterversorgte Gebiete, zu dem der Kreis Viersen einen entsprechenden Förderbescheid erhalten habe. Hier gehe es allerdings nur um die Verlegung des Glasfaserkabels in die Bereiche, nicht um Geld für Hausanschlüsse. Zudem erreiche dieses Programm nur 1000 von 22000 Adressen im Stadtgebiet. (opm/cs)

 

Foto: Rheinischer Spiegel

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