Keine „Kleinen Entdecker“ mehr an der Gladbacher Straße, erhalten bleiben jedoch die Erste-Hilfe-Kurse

Seit über zwei Monaten ist der Kursraum „Kleine Entdecker“ während der Corona-Krise bereits geschlossen. Jetzt steht fest, öffnen wird er nicht mehr.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Erst im vergangenen Herbst hatte der Kursraum „Kleine Entdecker“ an der Gladbacher Straße in Viersen sein einjähriges Jubiläum gefeiert. Zumindest die Räumlichkeit wird nicht mehr öffnen, doch die „Kleinen Entdecker“ soll es weiterhin geben.

An der Gladbacher Straße in Viersen konnten Kinder die Welt entdecken. Sonja Michiels hatte das Angebot „Kleine Entdecker“ mit vielfältigen Kursen vor über einem Jahr ins Leben gerufen und damit eine Nische gefunden, die von Eltern und Kindern begeistert angenommen wurde. Mutter und Kinderkrankenschwester Sonja Michiels hatte im Vorfeld bereits im Geburtshaus Fidelis, im Mütterzentrum und dem Katholischen Forum ihr Angebot präsentiert, bevor sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Ein für sie gut überlegter Weg – ihr Mut wurde belohnt, denn ihre Kurse für eine gemeinsame Zeit, für ein gemeinsames Erleben, stießen vom ersten Termin an auf gute Resonanz. Doch dann kam die Corona-Pandemie und machte der Initiatorin schwer zu schaffen, denn in den vergangenen zwei Monaten musste das Angebot ruhen und ebenfalls mit den aktuellen Lockerungen war keine Öffnung in Sicht.

„Da der Raum recht klein ist, Abstandsregeln mit kleinen Kindern nicht einzuhalten sind und die Hygienerichtlinien sehr hoch sind, habe ich mich dazu entschieden, den Raum zu schließen“, so Sonja Michiels auf ihrer Facebookseite. „Lange habe ich hin und her überlegt, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es einfach für mich die richtige Entscheidung.“ Die Schließung der Räumlichkeit bedeute aber nicht das Aus der „Kleinen Entdecker“. Weiterhin möchte die Kinderkrankenschwester Erste-Hilfe-Kurse für Mama und Papa sowie für Kita-Kids geben. Die Kurse für Eltern beinhalten, neben weiteren Themen, Erstmaßahmen sowie richtiges Reagieren bei Verbrennungen und Verbrühungen, Vergiftungen, Ertrinken und Fieberkrampf. „Ich bin ja selber Kinderkrankenschwester und biete diesen Kurs an, bei dem es sich um eine Auffrischung handelt. Zudem biete ich Erste-Hilfe für Kindergartenkinder an, wo es darum geht ‚Wie ist eigentlich die Notrufnummer?‘, ‚Was muss ich wissen, wenn ich dann wirklich jemanden in der Leitung habe?‘ oder auch ‚Wann rufe ich denn wirklich einen Rettungswagen und wann nicht? Wie entscheide ich das als 4-, 5-, 6-Jähriger?‘“ Diese Kurse umfassen das Arbeitsfeld einer freiberuflichen Kinderkrankenschwester und sind speziell auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet. Es geht vor allen Dingen um die Prävention und lässt die Gefahren einmal aus dem Blickwinkel der Kinder sichtbar werden.
Wer weiß, vielleicht gibt es nach Corona sogar eine Neueröffnung, mit der in Viersen wieder ein ganz besonderes Angebot geschaffen wird – ein Raum zum Spielen, Toben und Entdecken. (nb)