KG Hamm wer net kürte ihren 53. „Cheriff vom Hamm“ auf einer mitreißenden Galasitzung

Die Karnevalsgesellschaft Hamm wer net 1950 e. V. verlieh am vergangenen Wochenende nicht nur zum 53. Mal ihren begehrten Cheriff-Stern, ein abwechslungsreiches Programm begleitete die Ehrung im evangelischen Gemeindehaus.
Von RS-Redaktion Ebru Ataman

Viersen – Die KG Hamm wer net hatte auch zu ihrer Galasitzung das evangelische Gemeindehaus in einen Highway to Hamm verwandelt und den Saalplan als Stadtplan mit passenden Straßen ausgestattet. Der Saal gefüllt, die närrischen Besucher bei bester Stimmung, das perfekte Fundament für einen mitreißenden Abend, der den Rahmen für die diesjährige Ehrung des neuen „Cheriffs vom Hamm“ bildete.

Auf der Bühne präsentierte Sitzungspräsident Michael Berghausen zunächst allerdings nicht gewohnt das Prinzenpaar, denn die Gesellschaft bot mit Trompeter Bruce Kapusta ein „special opening“. Trompeter, Sänger und Entertainer Bruce Kapusta feiert in dieser Session sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. „Bühne ist überall. Selbst im kleinsten Wohnzimmer“, so der Künstler, der einen Mix aus Gesang sowie Trompetenspiel mitbrachte und so vorbereitete auf den Auftritt des Viersener Prinzenpaares Rudi I. und Fabienne I., welches vor drei Tagen zum 5. Karnevalswochenende aus der Schweiz angereist war.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die Viersener Prinzengarde hatte sich für den Galaabend etwas besonderes einfallen lassen, wurde doch ein Mitglied ihrer Garde an diesem Abend geehrt. So überreichte sie im Vorfeld zur Ehrung Holzpferd „Mona“, direkt mit genauer Bedienungsanleitung, die der Gardekommandant sichtbar wohlgelaunt darbrachte.

Vor der ersten Ehrungsrunde eroberten Bernd Hornbach und Dieter Baumanns, besser bekannt als Schlabber & Latz die Bühne. Über ein viertel Jahrhundert Bühnenerfahrung verbanden die beiden mit gekonntem Wortwitz und aufmunternden Zankereien. Als dann KLN-Schatzmeister Helmut Völker die Bühne betrat, da war sicher, heute Abend gibt es die eine oder andere zusätzliche Überraschung. Mit dem KLN-Verdienstorden in Bronze wurden Sebastian Tigges und Christian Engels ausgezeichnet, den KLN-Verdienstorden in Silber durfte Stefan Malorny entgegennehmen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Ihnen zu Ehren und als Einstimmung auf die folgende Cheriff-Kürung folgte der Auftritt des Hammer Show Express, der einen bunten Querschnitt durch alte und neue Lieder präsentierte. Gegründet wurde diese Truppe vor mittlerweile 21 Jahren von Heinz Hohnen, einer Freizeitgruppe der Conny-Elf und Mitgliedern der Gesellschaft.
Dann das Highlight des Abends, denn der neue 53. Cheriff im Hamm ist kein Unbekannter der närrischen Welt.

Der Viersener Christoph Grundmann arbeitet als Geschäftsführer der Fleuth KG und wurde aufgrund seiner herausragenden Verdienste um die Brauchtumspflege in Viersen zum neuen Cheriff gewählt. Schon mit 15 Jahren startete er sein jeckes Leben im Freundeskreis Poschmanns und ist seit 2006 aktives Mitglied der Viersener Prinzengarde. Lange ist er im Vorstand aktiv und seit 2015 Vorsitzender der Prinzengarde.
Der begleitende Jubel bestätigte die Kürung und läutete die Pause ein, die die Gratulanten zahlreich gerne nutzten.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Verspätet auf die Bühne trat die High Energy Showtanzgruppe, weshalb die Les Hammphries die Pause gekonnt überbrückten und bewiesen: Wir können auch „mal eben“ und vor allen Dingen live. Eine perfekte Stimmung bot sich daher der Kölner Showtanztruppe, übrigens sechsfacher Deutscher Meister, die mit ihrer diesjährigen Show „Just be wild“ mit neuen Kostümen und Showeffekten begeisterten. Leer wirkte nach ihnen die Bühne, auf der dann ganz alleine Wolfgang Trepper stand und die Lachmuskeln erneut beanspruchte.

Der Duisburger, der eigentlich mehr im Auto lebt, ist jährlich bei rund 280 Auftritten dabei, sein Erfolgsprogramm „Nutten, Koks und frische Erdbeeren“ begeisterte über 100.000 Zuschauer. Nach ihm läuteten die Les Hammphries mit ihrem eigentlichen Auftritt mitreißend so langsam aber sicher das Ende des Abends ein. Die Swinging Funfares waren es, die den Saal zum Kochen brachten. Die Band, die mit ihren Songs mehrfacher Sieger der Hitparade von Antenne Düsseldorf ist, ist mit gut 100 Auftritten im Karneval unterwegs und viele können auch ohne die Melodie ihren Hit „Eins, zwei, drei – so hab ich mein Herz verloren“ auswendig. (ea)

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Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming