Kinder der Kita Robend verbleiben zunächst noch in Ausweich-Heimat

Nachdem es Mitte Mai zu einem erneuten Brand in der Kita Robend gekommen war, zieht sich nach der enormen Verrauchung die Wiedereröffnung weiter hin. Die Kinder aus drei Gruppen verbleiben deshalb zunächst im Haus 3 auf dem Gelände des LVR in Süchteln, wo Anfang Juni der Außenbereich und die Räume umgestaltet worden waren.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Es war am frühen Morgen, als am 18. Mai die Feuerwehr zu einem Einsatz an der Kita Robend gerufen wurde. Das Vordach stand in Flammen und auch wenn das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte, die Kinder wurden in der Folge zunächst in der Kita Am Steinkreis und dann in Räumen des LVR in Süchteln untergebracht.

Nach der Besichtigung des Brandortes kamen die Brandermittler der Kripo zu dem Ergebnis, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war. Bereits 2016 war hier ein Brand ebenfalls am 18. Mai morgens ausgebrochen – auch damals wurde Brandstiftung als Ursache des Feuers ermittelt. Mittlerweile hat ein Gutachter der Feuerversicherung die Schäden aufgenommen. Die Fenster wurden zerstört, Teile der Inneneinrichtung müssen erneuert werden, zwei Gruppenräume und die zugehörigen Nebenräume wurden besonders in Mitleidenschaft gezogen.

Neben einer Dachsanierung in dem betroffenen Bereich hat sich der Brandrauch in dem gesamten Gebäude ausgebreitet. Die Folgen der Rauchbelastung werden aktuell von einem Fachunternehmen für Brandsanierung eingedämmt. Hierbei wird mit Ozon die Luft von den Schadstoffen gereinigt. Erst wenn die Messungen ergeben, dass sie Luft nicht mehr belastet ist, wird dieser Teil der Kita wieder geöffnet werden können.

Bis dahin verbleiben die Kinder im Haus 3 auf dem Gelände des LVR in Süchteln. In weniger als einer Woche waren Anfang Juni Räume im Erdgeschoss und der Außenbereich umgestaltet worden, damit pünktlich zum Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs der „Übergangsstandort Johannisstraße“ genutzt werden konnte. Hier stehen den bis zu 65 Kindern drei Gruppenräume und eine Küche auf 290 Quadratmetern sowie eine Außenfläche von 450 Quadratmetern zur Verfügung. Die Kosten für den Transport sowie für die Ausweich-Unterkunft trägt die Brandversicherung. (cs)

Die Folgen der Rauchbelastung werden aktuell von einem Fachunternehmen für Brandsanierung eingedämmt. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming