Kinderschutzbund enttäuscht über gescheiterte Verhandlungen zu Kinderrechten ins Grundgesetz

Der Kinderschutzbund zeigt sich enttäuscht über die gescheiterten Verhandlungen zu der Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz.

Politik/Gesellschaft – In der Corona-Krise hatte der Kinderschutzbund oft den Eindruck, dass Kinder in der Politik keine Priorität haben. Dieser Eindruck setzt sich beim Umgang mit den Kinderrechten fort. „Ein deprimierendes Signal für Kinder und Familien in Deutschland“, findet der Präsident des Kinderschutzbunds, Heinz Hilgers.

„Wir brauchen echte Kinderrechte im Grundgesetz. Zu echten Kinderrechten gehören Schutz, Förderung und Beteiligung von Kindern sowie der Vorrang des Kindeswohls“, sagt Heinz Hilgers dazu. Der Kinderschutzbund wird weiter für die Kinderrechte kämpfen. „Neben der Kindergrundsicherung ist die Aufnahme echter Kinderrechte ins Grundgesetz der wichtigste Wahlprüfstein für den Kinderschutzbund“, erklärt Bundesgeschäftsführer Daniel Grein. Der Kinderschutzbund erwartet, dass eine zukünftige Regierung im Koalitionsvertrag festhält, dass echte Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden.

Dass das möglich ist zeigen zwei Bundesländer: „Hessen hat nach einem überragenden Ergebnis einer Volksabstimmung ein gutes Beispiel abgegeben. Und erst kürzlich hat Bremen gezeigt, dass ernstgemeinte Kinderrechte in der Landesverfassung erreichbar sind“, so Heinz Hilgers. (opm/paz)

Foto: Moshe Harosh/Pixabay

Ein Kommentar

  1. Schon unsere derzeitige Justizministerin hat gezeigt, wie unwichtig Kinder in der Politik, Recht und Gesetz sind.

    Zunächst hielt sie eine Verschärfung des Strafrechts bezüglich Kindesmisshandlung, sexuell basierter Gewalt an Kindern, Kinderpornographie und dergleichen mehr, für unnötig.

    Erst auf massivstem Druck der Öffentlichkeit wurde diese „Verschärfung“ dann durchgesetzt und Madame Lambrecht rühmte sich damit.

    Alleine die Tatsache, dass bei all diesen miesen und abscheulichen Taten, teilweise sogar von „minder schweren Fällen“ die Rede ist, lässt mich schaudern.

    Kinderrechte gehören ins Grundgesetz und anschließend muss auf dieser Grundlage das Strafrecht weiter verschärft angepasst werden,
    damit Kindern höchste Priorität in Recht, Gesetz, Politik und Gesellschaft eingeräumt wird!

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