KKG feierte Kappenabend mit neuen Ehrensenatoren

Viel Platz war nicht mehr im großen Saal des Kolpinghauses beim Kappenabend der Kleinen Dülkener Karnevalsgesellschaft. Bis in den Sonntag hinein feierten die Jecken mit der noch jungen Gesellschaft, die dem Abend mit der Band „Op Kölsch“ die Krone aufsetzten.
Von RS-Redakteur Walter Henning

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Viersen-Dülken – Sie ist gewachsen, die Kleine Dülkener Karnevalsgesellschaft, die mit einer stattlichen Anzahl an Mitgliedern zu Beginn ihres diesjährigen Kappenabends in den Saal des Kolpinghauses in Dülken einzog.
Unter ihnen auch Lisanne, das jüngste Mitglieder der Gesellschaft mit gerade einmal fünf Jahren, natürlich in schwarz-gelb/goldenem Outfit. Farblich stilgerecht wie es sich für die KKG von 2011 gehört, die mit dem Flieger-Lied, passend zum Motto des diesjährigen Boisheimer Prinzenpaares, das abwechslungsreiche Programm startete. Diese ließen sich, ebenso wie die Dülkener Prinzenpaare, nicht lange bitten und stürmten die Bühne, schließlich sollte an diesem Abend gemeinsam mit Freunden gefeiert werden.

Doch ein Kappenabend der KKG, wäre kein Kappenabend, würde nicht die Auszeichnung zum Ehrenmitglied vergeben werden. Direkt zwei neue Mützen konnten an diesem Abend verteilt werden, die Dirk Busch und Axel Pflug mit Stolz als neue Ehrenmitglieder entgegennehmen durften.

An die Ehrungen schloss sich der erste musikalische Programmpunkt mit den Dölker Crazy Kids an, die in Rekordzeit die Herzen der jecken Gäste eroberten bevor dann die Gruppe Sang und Klanglos die Stimmung anheizte. Sang und Klanglos ist eine in 2001 gegründete Cover-Musikgruppe aus dem westlichsten Zipfel Deutschlands – dem Selfkant. Typisch für diese Gruppe ist ihre Liebe zur Musik in „Kölscher“- und „Rheinischer“-Sprache sowie Songs von niederländischen Musikgrößen. Den beanspruchten Stimmbändern eine Pause räumten die Damen der KKG ein und wandten sich den Lachmuskeln zu. Im Wartezimmer eines Arztes hatten die Drei – nein, nicht die Damen vom Grill – einiges zu besprechen und präsentierten gekonnt ihre einstudierte Choreografie.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Nur eine kurze Pause, denn mit den Viersener Mispelblüten hießt es ebenso wieder runter von den Stühlen wie beim Auftritt des KKG-Männerballetts oder beim Schunkeln mit der niederländischen Sängerin Corina Sommer. Schlager aus den 70ern bis in die Moderne schallten durch den Raum verblieben noch als Ohrwurm hier und da als die Damen der KKG ihr tänzerisches Können unter Beweis stellten.

Sie läuteten so das Ende des Abends ein, für das die Band „Op Kölsch“ um Mitternacht nach Dülken gekommen war. Auf über 35 gemeinsame Bühnenjahre können die beiden Musiker der Band zurückblicken. Anfang der 80er Jahre formierte sich die heute noch bestehende Band „Teamwork“ aus der im Jahr 2004 diese Besetzung “Op Kölsch” hervorging. Der Name ist in diesem Fall Programm – und so schloss der beliebte Kappenabend mit Hits der Höhner, Brings und Räuber. Lieder, die jeder mitsingen konnte und die einen Chor formten, der nur schwer leiser wurde als Sitzungspräsident Ingo Brietzke sich für einen gelungenen Abend bedankte. (wh)

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller