KKV: Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt

In den Räumen des Viersener Seniorenzentrums Haus Maria Hilf fand in diesem Jahr der KKV-Diözesanverbandstag im Bistum Aachen statt. Gemeinsames Kennenlernen und ein erfolgreicher Austausch mit einem kritischen Blick auf die Zukunft des Verbandes standen im Vordergrund des Tages, der mit einer Führung durch die Viersener Skulpturensammlung und einer bewegenden Messe abgerundet wurde.

v. l. Wolfgang Lindenau (Vorsitzender KKV Krefeld), Marlis Weiß (Vorstand KKV Aquisgrana Aachen), Iris Kater (KKV-Diözesanvorsitzende und stellv. KKV-Bundesvorsitzende), Josef Ridders (KKV-Bundesvorsitzender), Thomas Neef (Vorsitzender KKV Viersen)
Foto: KKV Viersen

Viersen – Der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung gehört zu den großen Sozialverbänden in Deutschland mit seinen siebenundsechzig Ortsgemeinschaften, ihm gehört ebenfalls die Diözese im Bistum Aachen mit seinen rund dreihundert Mitgliedern an. Thomas Neef, Vorsitzender der Ortsgemeinschaften Viersen, begrüßte mit Freude die Gäste aus Krefeld und Aachen am Vormittag zum KKV-Diözesanverbandstag in Viersen, der ebenfalls von der Diözesanvorsitzenden sowie stellv. KKV-Bundesvorsitzenden Iris Kater und dem KKV-Bundesvorsitzenden Josef Ridders eröffnet wurde.
„Ich bin dankbar für das wunderbare Miteinander der KKV-Generationen, die Gespräche und die Erfahrung, aus der die jetzt aktive KKV-Generation schöpfen darf und kann. Damit auch wir weiterhin die Werte und Ziele der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung mit ganzem Herzen in die sich wandelnde Gesellschaft tragen können“, so die Viersenerin Iris Kater. „Auch wir wollen bei gesellschaftspolitischen Themen den Finger in die Wunde legen um auf Gleichgültigkeit, Rücksichtslosigkeit, reine Profitgier und Nachlässigkeit aufmerksam zu machen.“ Hier schloss sich ebenfalls der KKV-Bundesvorsitzende Josef Ridders an, der für das Zusammenkommen nach Viersen gereist war und in seinem Vortrag die Vergangenheit und Zukunft des KKV in den näheren Blick nahm. „Wir haben alle die Pflicht, aktiv das Vereinsleben nach innen wie nach außen zu gestalten und ganz wichtig, unsere Ziele und unser Selbstverständnis vorzuleben“, sagte Josef Ridders. „Für uns steht der Mensch im Mittelpunkt und das bereits seit 1877.“

Zu dieser Zeit rief der spätere Mainzer Domdekan Friedrich Elz, auf dem Höhepunkt des Kulturkampfes, fünfzig katholische Kaufleute zusammen um eine Vertretung der katholischen Weltanschauung im öffentlichen Leben und der Wirtschaft anzustoßen. „Der KKV mischte sich ein, sei es bei Gesetzentwürfen zu Kündigungsfristen, zur Sonntagsruhe, zum unlauteren Wettbewerb oder zum Handelsrecht“, so Ridders, „plädiert aktuell für eine Sozialpolitik mit Augenmaß. Dazu müssen wir die Chancen von Arbeit 4.0 nutzen, Risiken erkennen und gegensteuern. Hier erwarten wir entsprechende Rahmenregelungen der Bundesregierung, weshalb der Bundesvorstand in einem regelmäßigen Austausch mit der Politik auf Orts-, Landes- und Bundesebene steht. Das geht nur mit einer starken Basis. Wir brauchen starke, funktionierende, kreative Ortsgemeinschaften mit aktiven Mitgliedern. Unser Slogan ‚Kreuzschiff voraus‘ sei dafür Ausdruck der Entschlossenheit.“

Im Gespräch: Dr. Albert Pauly (Vorsitzender Heimatverein Viersen), Thomas Neef (Vorsitzender KKV-Viersen), Josef Ridders (KKV-Bundesvorsitzender)
Foto: KKV Viersen

An dem Morgen, der geprägt war von einem regen Austausch der Mitglieder, schloss sich eine interessante Führung durch die Skulpturensammlung durch keinen Geringeren als den Vorsitzenden des Viersener Heimatvereins, Dr. Albert Pauly, an. Sein umfassendes Wissen gab er gerne lebendig und interessant direkt vor Ort zwischen der Viersener Kunst weiter, bevor der Tag der drei Ortsgemeinschaften der Region im gemeinsamen Gebet endete, geführt von Pfarrer Wolfgang Acht, der lange in Aachen tätig war, bevor er an den Niederrhein zog. Vorsitzender Thomas Neef konnte sich zufrieden zeigen mit der Planung des Viersener Ortsvereins, die von den Gästen auf das Höchste gelobt wurde. Sicher ist, der KKV will auch weiterhin Zukunft gestalten, immer mit dem Kreuzschiff voraus. (pl)