KKV zeichnet Dr. Thomas Rusche als „Ehrbaren Kaufmann“ aus

Im Rahmen des 90. Bundesverbandstages des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. (KKV) im nordrhein-westfälischen Kaarst hat der kirchliche Sozialverband den Kaufmann, renommierten Wissenschaftler und engagierten Katholik, PD Dr. Dr. Thomas Rusche, mit dem Preis „Der Ehrbare Kaufmann“ ausgezeichnet. Der Ehrenpreis ist ein starkes Zeichen für einen verantwortlichen und ethischen Umgang von Unternehmen mit Mitarbeitern und Kunden sowie der Gesellschaft als Ganzes. 

Wirtschaft – „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, Menschen aus der Wirtschaft zu ehren, denen die Leitlinien eines ehrbaren Kaufmannes in ihrem alltäglichen Handeln wichtig sind. Faire Mitarbeiterführung, bürgerschaftliches Engagement, unternehmerischer Mut und Familienfreundlichkeit sind die wesentlichen Kriterien für diese Preisvergabe“, erläuterte Josef Ridders, Bundesvorsitzender des KKV. Rusche, Inhaber der Oelder Modehauskette SØR, sei eine solche unternehmerische Persönlichkeit, die zudem durch seine wissenschaftliche Arbeit und sein katholisches Engagement das Preisgremium überzeugt habe. Die Laudatio auf den Preisträger hat der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende KKV-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Patrick Sensburg gehalten. 

„Ich glaube, Dr. Rusche gehört zu den wenigen Menschen, die als Unternehmer und Wissenschaftler an unterschiedlichen Universitäten gleichsam herausragendes geleistet haben. Dies ist gerade in Deutschland etwas Besonderes“, so Prof. Dr. Patrick Sensburg. „Lassen Sie mich am Rande erwähnen, dass ich mir hier Dr. Thomas Rusche auch wieder als Vorbild wünsche, dass wir in Deutschland mehr „Durchlässigkeit“ zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und auch der Politik wünschen würde. Gute Köpfe müssen ihr Wissen und Können weitergeben können.“

„Verbindlichkeit“ – und das im positivsten Sinne des Wortes – das ist es wohl, was dem Gegenüber von Dr. Dr. Thomas Rusche einfällt, wenn er mit einem Wort versucht, den 56-Jährigen zu beschreiben. Klugheit, Ausgeglichenheit, Besonnenheit, Überzeugung, Eleganz, Eloquenz – all diese Wörter zeugen aber davon, dass es bei einem Versuch bleiben muss. Denn sie charakterisieren den Kaufmann aus dem münsterländischen Oelde ebenso treffend.

v. l. Georg Konen (Vorsitzender KKV-Fördererkreis), Iris Kater (stellv. KKV-Bundesvorsitzende), Sebastian Adamski (stellv. KKV-Bundesvorsitzender), Monsignore Prof. Dr. Peter Schallenberg (Geistlicher Beirat), Michael Thesing (KKB-Bundesschatzmeister), Dr. Dr. Thomas Rusche, Prof. Dr. Patrick Sensburg (MdB, stellv. KKB-Bundesvorsitzender), Josef Ridders (KKV-Bundesvorsitzender). Foto: Siedler& Litgen Fotografie Kaarst

„So vielschichtig der Eindruck dieser Persönlichkeit auf dem ersten Blick ist, so sehr spiegelt auch ein Blick in die Vita des vierfachen Familienvaters einen scheinbar unstillbaren Drang nach Wissen und Verstehen wider“, so Iris Kater, stellv. KKV-Bundesvorsitzende.

Dr. Dr. Thomas Rusche, geboren 1962 in Münster, studierte von 1982 bis 1990 Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Philosophie und Katholische Theologie an der Université de Fribourg und an der Freien Universität Berlin. 1984 begann er seine Tätigkeit als Assistent der Geschäftsführung im väterlichen Textilunternehmen, der SØR Rusche GmbH. 1988 übernahm er die Geschäftsführung und wurde 1996 alleiniger geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens in Oelde, das heute mit 60 Niederlassungen in ganz Deutschland präsent ist. Die erste Filiale wurde von seinen Eltern 1956 gegründet. 1991 wurde er mit der wirtschaftswissenschaftlichen Arbeit „Strategisches Sortimentsmanagement im Handel“ zum Dr. rer. pol. promoviert. 1992 absolvierte er an der FU Berlin zudem den Magister an der Philosophischen Fakultät (M.A. phil.).

Dr. Rusche engagiert sich seitdem an verschiedenen Hochschulen und Universitäten, u.a. als Universitätslektor am Institut für Unternehmensführung der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (1993-1996) und als Lehrbeauftragter am Institut für Betriebsforschung der Universität Hannover (1997). 2002 wurde er an der FU Berlin mit der philosophischen Arbeit „Aspekte einer dialogbezogenen Unternehmensethik“ zum Dr. phil. promoviert. 2018 habilitierte er sich zu den Problemstellungen und Forschungsansätzen der Ethik der Robotik an der Universität Siegen und lehrt als Privatdozent an der Philosophischen Fakultät der Siegener Universität. Er unterrichtet an der FU Berlin Wirtschaftsethik und an der WHU – Otto Beisheim School of Management, Unternehmensethik.

„Ich glaube, Dr. Rusche gehört zu den wenigen Menschen, die als Unternehmer und Wissenschaftler an unterschiedlichen Universitäten gleichsam herausragendes geleistet haben. Dies ist gerade in Deutschland etwas Besonderes“, sagte Prof. Dr. Patrick Sensburg. „Lassen Sie mich am Rande erwähnen, dass ich mir hier Dr. Thomas Rusche auch wieder als Vorbild wünsche, dass wir in Deutschland mehr „Durchlässigkeit“ zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und auch der Politik wünschen würde. Gute Köpfe müssen ihr Wissen und Können weitergeben können.“

Thomas Rusche ist bekennender Katholik, er dient der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice (CAPP) im Vatikan als Mitglied des Verwaltungsrates und deutscher Koordinator. Zudem ist er Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Seit 2005 engagiert er sich als Vorsitzender des Hilfswerks Schwester Petra e.V. zugunsten der Ordensgemeinschaft der Dienerinnen der Armen von Petra Mönnigmann. Dr. Rusche leitet sein Unternehmen entsprechend den Prinzipien der Katholischen Soziallehre. Bereits 2005 wurde er für das Entlohnungssystem für seine Mitarbeiter zum „Wissensmanager des Jahres“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit ernannt. Im Jahr 2017 erhielt er den Wilhelm-Weber-Preis für Verdienste um die Christliche Gesellschaftslehre bzw. Christliche Sozialwissenschaften. Im Januar 2019 wurde ihm der Arnold-Janssen-Preis für sein unternehmerisches Handeln verliehen, welches sich an den Prinzipien der katholischen Soziallehre orientiert. Mit seinen 60 Niederlassungen deutschlandweit und den ca. 300 Mitarbeitern erzielt Dr. Rusche einen Jahresumsatz von ca. 50 Mio Euro.
„Daher ist es umso schöner, dass Herr Rusche den Verbandsintentionen hinsichtlich der Förderung des Einzelhandels vor Ort unter dem Schlagwort „Kauf doch Offline“ entspricht. „Heimat shoppen“ stärkt die Kommunen vor Ort. Hinter dem ‚Ehrbaren Kaufmann‘ steckt die Idee, dass Eigentum verpflichtet“, so Prof. Dr. Patrick Sensburg. „Für einen Ehrbaren Kaufmann ist natürlich auch der Erfolg des Unternehmens Ziel seines Handels, aber eben auch zum Wohl der ganzen Familie (Familienunternehmen), der Mitarbeiter und deren Familien, der Gemeinschaft (Vereine, Verbände, der Stadt oder der Gesellschaft insgesamt). Dem wohnt der Gedanke inne, dass man als Christ seine Arbeit nicht zu einem einfachen Selbstzweck macht, sondern auch zum Teil als Gottesdienst, also zum Gefallen des Schöpfers.“

„Es beeindruckt mich, wie Dr. Rusche aus seinem Wissen, seinem Glauben und seinen Überzeugungen heraus im unternehmerischen und gesellschaftlichen Lebensumfeld handelt und entscheidet“, begründete der KKV-Bundesvorsitzende die Auswahl des Preisträgers. „Er durchdringt die ökonomischen Problemstellungen in seinem Unternehmen mit einem anspruchsvollen Wertekanon, der ihn in seinen Handlungen leitet“, ergänzte Iris Kater. „Dieser Wertekanon ist geprägt durch die katholische Sozialethik und den philosophischen Ansätzen der Solidarität und Subsidiarität.“ Ein weiteres Kriterium sei durch Rusches unermüdlichen Einsatz für Wissenschaft und Gesellschaft erfüllt. „Sein lokales und regionales Engagement, zum Beispiel als Förderer kultureller Veranstaltungen, sein Einsatz zugunsten der Indien-Projekte der Ordensgemeinschaft der Dienerinnen der Armen von Petra Mönnigmann und seine Lehrtätigkeiten sind nur wenige Beispiele für die Vorbildfunktion unseres Preisträgers“, lobte Josef Ridders.

Dr. Dr. Thomas Rusche ist der sechste Preisträger der KKV-Auszeichnung „Der Ehrbare Kaufmann“. Er folgt auf Martina Feierling-Rombach, Prof. Claus Hipp, Dr. Wolfgang Böllhoff, Reinhard Büchl und die Unternehmerin Christiane Bruchmann. Dr. Dr. Thomas Rusche zeigte sich über seine Nominierung zum „Ehrbaren Kaufmann“ überrascht und hocherfreut. „Gerade in schwierigen und herausfordernden unternehmerischen Zeiten ist es unsere Verantwortung als Kaufmann, den Begriff ‚Ehrbarkeit‘ mit Leben zu füllen. Nicht nur die textile Branche steht unter einem hohen Innovationsdruck, um sich zukunftssicher aufzustellen“, stellt der Unternehmer fest. Und so sei es für ihn gelebte unternehmerische Verantwortung, wenn sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in schwierigen Zeiten auf das solidarische unternehmerische Handeln verlassen können.

„Ehrbarkeit setzt für mich aber auch eine offene und wertschätzende Kommunikation voraus. Diese Form des Dialoges versuche ich im unternehmerischen wie privaten Alltag stets zu führen“, führte Rusche weiter aus. „Gerade in Zeiten der digitalen Transformation ist es wichtig und klar, dass wahre Menschlichkeit die Grundlage unseres gemeinsamen Erfolges sein muss und sein wird“, ist der Wissenschaftler und Unternehmer überzeugt. Deshalb könne man nur durch ein überzeugtes „Miteinander“ im wirtschaftlichen Handeln erfolgreich sein. Die Auszeichnung als „Ehrbarer Kaufmann“ sei für ihn Beleg und Bestätigung zugleich, dass seine „Überzeugungen und sein Handeln auch oder gerade heute richtig und wichtig sind.“