Klängern nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie

Der kleine Klatsch auf der Straße oder beim Einkauf ist das Klängern, welches aufgrund der aktuellen Einschränkungen nicht möglich ist. Gerade ältere und erkrankte Menschen leiden unter der Einsamkeit. Mit dem Klängertelefon bietet der SkF e. V. Viersen die Möglichkeit einfach mal wieder gemütlich zu plaudern. 
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Längst hat Rosemarie (83) den Blick aus dem Fenster satt. Die Seniorin ist außerhalb des Lockdowns aktiv, nimmt an Veranstaltungen teil oder genießt den Spaziergang an der frischen Luft. Doch ihre Vorerkrankungen und die Angst vor einer Corona-Ansteckung binden sie seit Monaten an ihre kleine Wohnung. Es fehlt der Kontakt nach außen, es fehlt der Schnack mit den aktuellsten Neuigkeiten. So wie sie fühlen zahlreiche Menschen in der Region, bei denen der regelmäßige soziale Austausch plötzlich weggebrochen ist.

Hier schafft das Viersener Klängertelefon Abhilfe, das sich an die Menschen richtet, die einfach mal wieder „quatschen“ wollen. Die Organisation hat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) unter der Federführung von Petra Danek übernommen. Die Idee selbst entstand am „Runden Tisch gegen Einsamkeit“, Unterstützung erhält das Projekt durch den KoKoBe Keis Viersen, das AKH sowie die Senioren- und Gemeinwesenarbeit Viersen. Geklängert werden kann über das Wetter, über Gott und die Welt und eben alles, was gerade auf dem Herzen liegt. Sicher ist ein offenes Ohr am anderen Ende der Leitung.

Erreichbar ist das Klängertelefon unter der Telefonnummer 02162 2498382 immer montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr sowie von 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr. Möglich ist zudem eine E-Mail zu schreiben und wer jemanden kennt, dem ein solcher Gesprächspartner guttun könnte, der ist herzlich gebeten ebenfalls Kontakt mit dem Viersener Klängertelefon aufzunehmen (ehrenamt@skf-viersen.de). (nb)

Einfach mal den „guten alten“ oder modernen Telefonhörer in die Hand nehmen. V. l. SkF-Geschäftsführerin Astrid Samuel und Klängertelefon-Koordinatorin Petra Danek freuen sich auf einen lockeren Schnack. Foto: SkF